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insektenfreundliches Licht Beleuchtung

Insektenfreundliche Beleuchtung für Haus und Garten: Welches Licht zieht kaum Insekten an?

Wer etwas für Insekten tun möchte, kann seine Beleuchtung auf den Prüfstand stellen.

Denn nicht nur Insektizide sind verantwortlich für das Insektensterben – auch die jährlich zunehmende Lichtverschmutzung schadet Insekten.

Durch falsche Anbringung werden Lampen zu „Insektenstaubsaugern“, die aus einem großen Umkreis Insekten anlocken. Dies gilt es zu vermeiden.

Denn einen insektenfreundlichen Garten anzulegen, bringt wenig, wenn man den sensiblen Tieren auf der anderen Seite schadet.

Licht Nacht Insekten
Licht zieht Insekten magisch an.

Insektenfreundliches Licht

Es gibt mindestens zwei Gründe, sich für insektenfreundliche Beleuchtung zu entscheiden:

1. Insekten nicht ins Haus, den Wintergarten oder in die Wohnung locken.

Doch das tut man mit herkömmlichen Lichtquellen.

Auch helle Flächen und Fassaden locken Insekten in die Wohnräume, wo sie sich verirren und sterben.

Insekten Licht Beleuchtung Haus Garten
Jedes beleuchtete Haus und jedes einzelne Fenster ist eine Insektenfalle. Das muss nicht sein!

2. Nächtliche Beleuchtung trägt zum Insektensterben bei.

Nicht nur der Einsatz von Insektengiften (Insektiziden) ist für das Aussterben von Insekten verantwortlich.

Auch die zunehmende Beleuchtung der Nacht schadet vielen Arten, da sie empfindlich auf Licht reagieren.

Zum Beispiel lichtsensible Glühwürmchen/Leuchtkäfer sind vielerorts bereits ausgestorben.

Damit entsteht ein Schaden für das Ökosystem, der nicht abschätzbar ist.

Auch Schneckenplagen werden mitverursacht, wenn nachtaktive Insekten gestört werden.

Besagte Glühwürmchen sind nämlich hoch spezialisierte Schneckenjäger.

Insektenschutz Beleuchtung Licht
Eine insektenschonende Beleuchtung lohnt sich für jede Gärtnerin und jeden Gärtner.

Welches Licht zieht kaum Insekten an?

Manchmal wird behauptet, es gäbe Lichtquellen, die keine Insekten anziehen würden: LEDs.

Doch das ist falsch und eine Vereinfachung. Was stimmt ist, dass LEDs deutlich weniger Insekten anlocken als andere Leuchtmittel.

Generell gilt: Jedes Licht lockt Insekten an, nur nicht im gleichen Maße:

→ Je heller und blauer, desto größer die Anziehungskraft auf Insekten.

→ Je dunkler und gelber, desto geringer die Lockwirkung.

Kaltes, blaues und violettes Licht ist energiereicher und besteht aus Wellenlängen, die für Insektenaugen heller erscheinen als für menschliche Augen (unter 500 Nanometer).

Bei warmen Licht ist das umgekehrt, weil es mehr Rot- und Gelbanteile aufweist (580 bis 700 Nanometer). Viele Insekten nehmen warmes Licht gar nicht wahr.

Daher sind warmweiße LEDs die beste Wahl, wenn man Insekten fernhalten und möglichst wenig stören möchte.

Doch der Lampentyp ist nicht der einzige Faktor, der berücksichtigt werden sollte.

Nachtfalter Licht Nacht Insekten
Auch Faktoren wie Bauart oder Anbringungshöhe haben einen Einfluss auf die Lockwirkung einer Lampe.

Lampentypen geschickt wählen

In zahlreichen Versuchen wurde die Lockwirkung verschiedener Lampentypen verglichen.

Dabei hat sich gezeigt, dass Insekten stärker auf blaues, kurzwelliges Licht reagieren als auf gelbes, langwelliges.

Insekten nehmen mit ihren Facettenaugen zum Beispiel auch UV-Licht wahr, das für Menschen unsichtbar ist.

Daraus ergeben sich die ganz unterschiedlichen Anziehungskräfte der Leuchtmittel.

Quecksilberdampflampen haben die größte Lockwirkung, da sie viel blaues und UV-Licht abstrahlen.

Sie waren lange Zeit Standard in der Straßenbeleuchtung.

Auch Halogenlampen, Neonlampen und Leuchtstoffröhren ziehen viele Insekten an.

Flutlicht Insektensterben Lichtsmog Lichtverschmutzung
In großer Höhe angebrachte Reklametafeln und Flutlichter können in einer einzigen Nacht zehntausende Insekten anlocken und töten.

Vielerorts wurde die Straßenbeleuchtung daher bereits in den 1990er Jahren auf Natriumdampflampen umgestellt.

Diese strahlen mehr gelbes Licht ab, wodurch sie weniger Insekten anlocken.

Doch auch Natriumdampflampen ziehen immer noch deutlich mehr Tiere an als LEDs (lichtemmitierende Dioden/Leuchtdioden).

Da LEDs zudem energiesparend und langlebig sind, werden sie immer häufiger eingesetzt.

Doch LEDs sind nicht gleich LEDs. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen warmweißen, neutralweißen und kaltweißen LEDs.

Kaltweiße und neutralweiße LEDs strahlen stärker im Blaulichtanteil und ziehen daher fast doppelt so viele Insekten an wie warmweiße.

Lampentyp: Lockwirkung auf Insekten im Vergleich

  1. Sehr groß: Quecksilberdampf-Hochdrucklampen
  2. Groß: Halogenlampen
  3. Groß: Leuchtstoffröhren & Energiesparlampen
  4. Groß: Natriumdampf-Hochdrucklampen
  5. Mittel: LEDs neutralweiß bis kaltweiß (3000 bis 6000 Kelvin)
  6. Gering: LEDs warmweiß (kleiner 3000 Kelvin)
Licht Garten Lampe Zaun
Wie hell muss der Garten sein?

Helligkeit / Lichtintensität verringern

Die Helligkeit/Beleuchtungsstärke hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Lockwirkung einer Lampe.

Am genauesten wird die Helligkeit in Lumen (lm) angegeben; Werte wie Watt oder Lux sind ungenauer.

→ Je geringer Helligkeit/Lumen-Wert, desto geringer die Anziehungskraft auf Insekten.

Man sollte sich also bei jedem Lampenkauf fragen: Wie hell muss die Lampe sein?

Wer nicht weit leuchten möchte, braucht in der Regel auch keine helle Lampe.

Hinzu kommt, dass mit der Helligkeit auch der Stromverbrauch steigt, wodurch schwächere Lampen zusätzlich Kosten einsparen.

→ Also möglichst geringe Watt- und Lumen-Werte wählen!

Wenn man nach dem Einkauf merken sollte, dass die Lampe zu dunkel ist, kann man sie meist problemlos umtauschen.

Lampen Garten Anbringung Technik
Wie hoch muss eine Lampe hängen?

Leuchtpunkthöhe in Bodennähe

Ein wichtiger Faktor ist auch die Anbringungshöhe der Lichtquelle.

Je höher eine Lampe angebracht wird, desto weiter in die Ferne strahlt sie.

Das erhöht dann den „Staubsaugereffekt“ der Lampe und viele Insekten werden angelockt.

Daher hilft es, Lampen möglichst in Bodennähe anzubringen.

Manchmal kann man mehrere Leuchtquellen bodennah alternativ zu einer in größerer Höhe anbringen.

→ Je niedriger die Lampe hängt, desto geringer die Lockwirkung.

Abstrahlrichtung einstellen Lampe Leuchte Spot
Kann man die Abstrahlrichtung der Lampe einstellen?

Abstrahlrichtung nach unten

Ebenso entscheidend ist die Richtung, in die das Licht strahlt.

Lampen die weit in die Ferne oder nach oben in den Himmel scheinen, ziehen viele Insekten an.

Daher ist es hilfreich, gezielt nur den Bereich auszuleuchten, in dem Licht benötigt wird.

Nach oben und horizontal sollte bestenfalls gar kein Licht abgestrahlt werden.

Denn waagerecht abstrahlende Lampen können Insekten aus mehreren Kilometern Entfernung anlocken (5-10km).

Das gilt es in jedem Fall zu vermeiden.

→ Je mehr nach unten abgestrahlt wird, desto weniger Insekten werden angezogen.

Kugelleuchten sollten auf jeden Fall vermieden werden und durch Kofferleuchten oder Pilzleuchten ersetzt werden, die nur nach unten strahlen.

Lampe Licht Streuung Streulicht
Wie stark wird das Licht gestreut?

Streulicht minimieren

Da Insekten auch durch Streulicht angezogen werden, gilt es – wo möglich – dieses zu vermeiden.

Manchmal entsteht Streulicht durch eine Verschmutzung der Lampe.

Deshalb sollte man beim Kauf darauf achten, dass die Gehäuse nicht nur wasser- und staubdicht sind, sondern auch gegen das Eindringen von Insekten und Spinnen geschützt.

Wasserdichte Gehäuse der Schutzart IP 54 und größer stellen dies sicher.

Da in der Regel der Boden bestrahlt wird, spielt auch der Bodenbelag für die Streuung eine Rolle.

Daher sollte man helle und reflektierende Bodenbeläge vermeiden, um unnötiges Streulicht zu minimieren.

Gleiches gilt für alle beleuchteten Flächen, wie zum Beispiel Fassaden oder Fensterfronten.

Licht Beleuchtung reduzieren minimieren
Wieviel Licht braucht man wirklich? Wo kann man den Stecker ziehen?

Fläche der Lichtquelle verkleinern

Auch die Größe der Fläche des Leuchtpunktes hat einen Einfluss auf die Anlockwirkung.

→ Je kleiner die Leuchtfläche, desto geringer die Anziehungskraft.

Daher ist es wichtig – wenn möglich – keine großen Flächen auszuleuchten.

Beleuchtete Fassaden und Leuchtreklametafeln locken Insekten magisch an.

Auch Fensterflächen oder hell erleuchtete Räume sind in der Dämmerung und nachts eine Falle für Insekten.

Am besten verdunkelt man daher Fenster und durchsichtige Türen mit Vorhängen oder Rollos.

Das hilft nicht nur den Insekten, sondern führt auch dazu, dass die Fensterscheiben nicht so schnell verschmutzen.

Denn Insekten hinterlassen Schmutz, wenn sie immer wieder gegen die Glasscheiben fliegen.

Außerdem siedeln sich im Umfeld dieser Lichtfallen Spinnen an, die ebenfalls Dreck verursachen.

Lockwirkung von Licht Spinnen Kontrast
Je größer der Kontrast zur Umgebung, desto mehr freut sich die Spinne.

Kontrast zur Umgebungshelligkeit

Bei Vollmond werden durch künstliches Licht deutlich weniger Insekten angezogen als in dunklen Neumondnächten.

Der Kontrast zur Umgebung spielt also eine große Rolle für die Anziehungskraft einer Lampe.

Am dunklen Rand von Siedlungsgebieten haben Lampen daher eine viel größere Sogwirkung als in einem hellen Umfeld.

Möchte man weniger Insekten anlocken, hilft es generell, nicht die stärkste Lampe in der Umgebung aufzustellen.

Außerdem kann es nützlich sein, Lampen nach außen hin abzuschirmen.

Besonders wenn man naturnah lebt, kann ein geschickt eingesetzter Lampenschirm die Anziehungskraft einer Lampe deutlich verringern!

Auch Bäume und Büsche kann man als natürliche Abschirmung anpflanzen und so den Radius verringern, aus dem Insekten angelockt werden.

UV-Filter Licht
Plexiglas kann UV-Licht herausfiltern.

Beschichtung / UV-Filter

Da Insekten vor allem vom blauen Lichtspektrum angelockt werden, hilft es, Lampen gelb zu beschichten und UV-Filter zu verwenden.

Im Einsatz sind zum Beispiel gelbe Beschichtungen bei Straßenlaternen.

Nachteil ist ein Effizienzverlust der Lampe, da durch die Beschichtung die Helligkeit zurückgeht.

UV-Filter sind nützlich, da UV-Licht für Insekten besonders hell erscheint.

Plexiglas als Abdeckplatte ist UV-undurchlässig und daher eine bessere Wahl als herkömmliches Glas, das zwar auch UV-Licht herausfiltert, jedoch einen gewissen Anteil durchlässt.

Beleuchtungskonzept insektenfreundlich Lampe Glühbirne
Ziel: Möglichst nur bei Bedarf beleuchten!

Ein insektenfreundliches Beleuchtungskonzept

Durch eine falsche Beleuchtung werden nicht nur unnötig viele Insekten angelockt, sondern auch Energie verschwendet.

→ Es wird oft zu hell, zu viel und unnötig lange beleuchtet.

Ziel einer insektenfreundlichen Beleuchtung ist, möglichst wenig Insekten anzulocken.

→ Das Optimum ist: Nur den Ort beleuchten, der gebraucht wird, und nur zu der Zeit, zu der es nötig ist.

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen.

benalmadena-mariposario-Nachtfalter
Rund 70 Prozent aller Schmetterlinge sind nachtaktiv.

Bauart

Das Lampengehäuse sollte so konstruiert sein, dass möglichst wenig Streulicht entstehen kann.

Das heißt durch Reflektoren und Abschirmung sollte das Licht nur dorthin gelangen, wo es auch benötigt wird.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass das Gehäuse spinnen- und insektendicht ist.

Wenn die Gehäuse als staub- und wasserdicht beschrieben werden, dann sind sie meist gut genug abgedichtet, dass auch Insekten nicht eindringen können.

Die Leuchtenabdeckung sollte aus Plexiglas bestehen, um für UV-Licht undurchlässig zu sein.

Auf Bodeneinbauleuchten, die nach oben abstrahlen, sollte man – wenn möglich – ganz verzichten.

Am besten wird stets von oben nach unten geleuchtet!

Daher sollte man auch darauf achten, welche Einstellmöglichkeiten eine Lampe bietet.

Je genauer man einstellen kann, wohin sie leuchtet, desto weniger Licht wird verschwendet und man kann Helligkeit einsparen.

Zudem sollte man darauf achten, dass die Gehäuse im Betrieb nicht zu heiß werden. Denn dann verbrennen Insekten die Flügel, wenn sie gegen die Lampe stoßen.

Generell gilt: Das Gehäuse sollte nicht wärmer als 60 Grad werden.

Wenn man auf eine geringe Leistung/Wattzahl achtet, werden die Gehäuse meist auch nicht besonders warm, was ein weiterer Vorteil von energieeffizienten LED-Leuchtmitteln ist.

LED Lampe
Auch Filament-LEDs lassen sich meist problemlos dimmen.

Dimmung

Eine Dimmbarkeit der Lampe ermöglicht es, die Helligkeit auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren.

Dadurch spart man Energiekosten und die Anlockdistanz wird verkürzt; weniger Insekten und andere Tiere werden gestört.

Also wo es möglich ist, sollten Dimmer verwendet werden.

Die meisten LEDs lassen sich ohne Probleme dimmen.

Es gibt sogar LEDs, bei denen der Dimmer schon eingebaut ist und mit einem normalen Lichtschalter genutzt werden kann.

Beim Lampenkauf sollte man auf die Dimmbarkeit der Lampe achten. Meist wird dies auf der Verpackung angegeben.

Abschalten Licht Schalter
Wer braucht mitten in der Nacht Licht?

Zeitschaltung – Automatische Abschaltung

Es hat sich zudem bewährt, Zeitschaltungen zu verwenden.

Jede Minute, in der Licht brennt, ohne dass es gebraucht wird, ist eine Minute zu viel.

Mit Zeitschaltuhren lässt sich unnötige nächtliche Beleuchtung deutlich eindämmen.

Hiermit kann man auch im öffentlichen Bereich während der Kern-Nacht-Dunkelheit den Lichteinsatz minimieren.

Eine Kombination mit Bewegungsmeldern ist denkbar.

Bewegungsmelder Licht Beleuchtung
Wie stellt man einen Bewegungsmelder richtig ein?

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder sind ein zweischneidiges Schwert, denn oft lösen sie aus, ohne dass es nötig wäre.

Daher gilt es abzuwägen. Hat man nur die Wahl zwischen Dauerlicht und Bewegungsmelder, dann sollte man sich immer für den Bewegungsmelder entscheiden.

Besteht jedoch auch die Möglichkeit, einen einfachen Lichtschalter zu nutzen, dann kann das oft die insektenfreundlichere und energiesparendere Lösung sein.

Vielfach sind Bewegungsmelder bereits im Design integriert oder lassen sich relativ einfach nachrüsten.

Bei der Einstellung des Sensors gilt es, den Winkel möglichst klein zu wählen und die Dauer möglichst kurz.

So lässt sich die Beleuchtung auf ein nötiges Minimum herunterregeln.

Auf einen normalen Lichtschalter sollte jedoch in der Regel nicht verzichtet werden, damit die Lampe auch ohne Probleme ganz ausgeschaltet werden kann, zum Beispiel bei längerer Abwesenheit.

Nachthimmel Milchstraße
Der Schutz der Nacht bedeutet auch die Dunkelheit zu erhalten.

Ökologisch sensible Orte

Licht schadet nicht an allen Orten gleichermaßen.

Im Vorgarten stört eine Lampe weniger, wenn in direkter Nachbarschaft eine Straßenlaterne steht.

Doch an Orten, die sonst dunkel sind und an denen viele nachtaktive Tiere leben, übt bereits eine kleine Lampe eine große Anziehungskraft aus.

Also der Kontrast zur Umgebung ist ausschlaggebend.

Dunkelgebiete sollten daher möglichst geschützt werden. Dazu zählen zum Beispiel auch Gärten in Randlage oder an Bächen.

Auch an Ortsrändern, in Stadtparks, an Verbindungsstraßen oder Gewerbegebieten schaden Lampen daher besonders.

Heikel sind ebenfalls Gewässerränder, da hier besonders viele Insekten leben und durch Licht an der Eiablage gestört werden.

Daher ist es zum Beispiel sinnvoll, Siedlungsränder mit Bäumen gegen umliegende Gebiete abzuschirmen.

Auch Kirchen oder Denkmäler, die nachts mit Scheinwerfern erleuchtet werden, sind eine riesige Insektenfalle.

Hier macht es einen großen Unterschied, welche Leuchtmittel man verwendet und wie die Helligkeit gewählt wird.

Hier sollte die Frage erlaubt sein: Welchen Sinn hat es, Denkmäler und sonstige Bauwerke nachts zu beleuchten?

Zumindest eine Abschaltung während der Kern-Nachtstunden sollte in Erwägung gezogen werden.

Beleuchtung Kirche Dom
Eine insektenfreundliche Beleuchtung von Denkmälern wäre möglich.

Fazit

Wer einen Garten hat und nächtliche Beleuchtung nutzt, schadet Insekten.

Doch schon mit einfachen Mitteln kann man eine große Wirkung erzielen.

Auf eine insektenfreundliche Beleuchtung umstellen:

  • Bestehende Leuchtmittel durch warmweiße LEDs ersetzen.
  • Bewegungsmelder bedarfsgerecht einstellen.
  • Helligkeit minimieren: mit Dimmern oder durch schwächere Leuchtmittel.
  • Nur Bereiche beleuchten, die benötigt werden, zum Beispiel Wege.
  • Leuchtpunkthöhe verringern und dafür bodennahe Lampen anbringen.
  • Lampen abschirmen: keine Abstrahlungen nach oben und in der Waagerechte.
  • Streulicht minimieren und keine reflektierenden Bodenbeläge verwenden.
  • Auf insektendichte Gehäuse achten.
  • Nur gut einstellbare Leuchten verwenden.
  • Nacht-Kernstunden-Abschaltung mit Zeitschaltuhr installieren.
  • Eventuell UV-Filter, gelbe Beschichtung oder Plexiglas-Abdeckungen anbringen.

Jede insektenfreundliche Lampe macht einen Unterschied.

In Zeiten, in denen fast jeder eine Taschenlampe im Smartphone mit sich herumträgt, besteht in der Regel nicht mehr die Notwendigkeit, Wege dauerhaft zu beleuchten.

Daraus folgt (fast immer): Jede Lampe weniger ist eine gute Lampe!

Insektenfreundliche Beleuchtung für Haus und Garten: Welches Licht zieht kaum Insekten an?
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