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Maulwurf

Vorteile & Nachteile von Maulwürfen | Nutzen & Schaden im Vergleich

Ein Maulwurf im Garten hat nicht nur Nachteile, sondern auch viele Vorteile.

Sie sind zum Beispiel wichtige Feinde der Schnecken, die sie nachts überirdisch jagen.

Welche weiteren Vor- und Nachteile Maulwürfe haben, erfährt man in diesem Artikel.

Vorteile SchneckenabwehrMaulwurf Vorteile/Nutzen

Oft hört man, dass der Maulwurf ein Nützling sei.

Das liegt unter anderem daran, dass die Tiere viele Schädlinge im Garten bekämpfen.

Sie zählen zusammen mit dem Igel und der Spitzmaus zur Gruppe der Insektenfresser.

Frisst Schädlinge

Der Maulwurf frisst zum Beispiel folgende Schädlinge:

  1. Rüsselkäferlarven
  2. Drahtwürmer
  3. Erdraupen
  4. Maulwurfsgrillen & ihre Larven
  5. Engerlinge (z. B. Larven von Mai-, Juni-, Gartenlaubkäfern)

    Maulwurf mit Engerling
    Maulwurf mit Engerling
  6. Nacktschnecken
  7. Gehäuseschnecken
  8. Junge Wühlmäuse
  9. Maikäferlarven
  10. Schnakenlarven (z. B. Wiesenschnake)
  11. Zecken

Damit hilft der Maulwurf fleißig bei der Schädlingsabwehr im Garten mit.

Wenn man ihn vertreibt, muss man zum Beispiel Schnecken aufwendig bekämpfen.

Ackerschnecke im Garten und auf dem Feld eine Schadschnecke
Ackerschnecken leben im Boden und sind ohne Maulwurf nur schwer zu bekämpfen.

Bodendurchlüftung

Das Gangsystem des Maulwurfs durchlüftet und lockert den Boden.

Damit trägt der Maulwurf zur Bodengesundheit bei und wirkt einer Verdichtung entgegen.

Die Nährstoffe verteilen sich dann im Erdreich und dadurch wachsen die Pflanzen besser.

Wenn der Maulwurf im Nutzgarten lebt, muss dieser nicht so häufig umgegraben werden.

Auch der Rasen profitiert letztlich vom Maulwurf, denn ein zu verdichteter Rasenuntergrund macht den Rasen krank.

Hat man einen Maulwurf im Rasen, muss dieser nicht so häufig vertikuliert oder mit anderen Mitteln belüftet werden.

Pflanzerde

Maulwurfshaufen bieten eine lockere Basis für Pflanzerde.

Vermischt man den Aushub mit etwas Sand und Kompost, braucht man keine Pflanzerde zu kaufen.

Setzlinge Pflanzen Erde
Die lockere Erde eignet sich gut für Setzlinge und Aussaaten.

Artenvielfalt

Durch den Maulwurf siedeln sich weitere Arten im Garten an.

Wenn der Maulwurf nach meist bereits zwei bis drei Jahren stirbt, profitieren zum Beispiel Erdhummeln.

Sie nutzen einen Teil seines Gangsystems, um dort ihr Nest anzulegen.

Auch ein Maulwurfshügel bietet eine ökologische Nische für verschiedene Pflanzen und Tiere.

Wird die oft schon bewachsene Fläche aufgebrochen, entsteht ein Saatbett, das sogleich genutzt wird.

Es gibt auch seltene Wildbienenarten, die im Maulwurfshügel ihre Brutplätze anlegen.

Hosenbiene Wildbiene
Die Hosenbiene baut ihre Nester in lockeren Boden.

Hält Wühlmäuse fern

Wo ein Maulwurf ist, findet man in der Regel keine Wühlmäuse.

Denn der Maulwurf verteidigt aggressiv sein Revier und töte die Jungtiere der Feldmaus (kleine Wühlmaus) und der Schermaus (große Wühlmaus).

Auch Wühlmäuse produzieren Hügel, die manchmal sogar größer sind als die von Maulwürfen.

Hier erfährt man, woran man erkennt, ob die Hügel auf dem Rasen von einem Maulwurf oder einer Wühlmaus stammen.

Wühlmaus im Garten
Wühlmäuse fressen die Wurzeln von Bäumen. Außerdem ernähren sie sich Gemüse und Blumenzwiebeln.

Nachteile SchneckenbekämpfungNachteile/Schaden

Wer einen Maulwurf im Garten hat, sieht oft nur die Nachteile.

Hier sind die Wichtigsten kurz aufgezählt.

Frisst Nützlinge

Der Maulwurf frisst mit Vorliebe Regenwürmer.

Davon legt er sich sogar lebende Vorräte an.

Dazu beißt er einen Teil des Kopfes ab, sodass sich die Würmer nicht mehr bewegen können, jedoch am Leben bleiben.

Da sich die Würmer schnell und stark vermehren, ist das in der Regel kein Problem.

Zudem frisst er auch die Larven und Engerlinge von Nutzinsekten, wie zum Beispiel Rosenkäfer oder Nashornkäfer.


Video: Maulwurf frisst Regenwürmer


Verletzung von Wurzeln

Obwohl der Maulwurf keine Pflanzen frisst, kann er manchmal beim Graben seiner Gänge einzelne Wurzeln verletzen.

Maulwurf-Weibchen bauen ihre Brutnester zum Beispiel im schützenden Wurzelwerk von Bäumen oder Büschen.

In den meisten Fällen ist das für die Pflanzen jedoch kein Problem.

Problematisch wird es hingegen im Nutzgarten.

Denn der Maulwurf gräbt mit Vorliebe im frisch bearbeiteten Boden.

Hat man zum Beispiel neue Erdbeeren gesetzt, kann der Maulwurf den jungen Wurzeln schaden, wenn er nah an der Oberfläche Gänge anlegt.

Maulwurfhaufen
Seine Haufen sind nicht gern gesehen.

Maulwurfshaufen

Die Hügel und Haufen sind besonders im Rasen ein Ärgernis.

Denn sie müssen vor dem Mähen entfernt oder auseinander geharkt werden, damit die Messer des Rasenmähers keinen Schaden nehmen.

Kurzfristig wird auch die Grasnarbe geschädigt, die sich allerdings meist rasch wieder erholt.

Auch in Gemüse- und Blumenbeeten im Garten oder auf dem Friedhof können die Hügel stören.

Sie können Saaten zudecken oder auch eingegrabene Blumenzwiebeln an die Erdoberfläche befördern.

Schließlich sind die Hügel, Löcher und Gänge manchmal eine Stolperfalle.

Daher sollte man die Hügel am besten schnell entfernen oder glattziehen.

In der Landwirtschaft sind auf Weiden und Wiesen manchmal derart viele Maulwurfshügel, dass vor der Grasernte geschleppt oder gestriegelt werden muss.

Denn gelangt zu viel Erde in das Futter (Silage oder Heu), kann das Kühen, Pferden und Co auf den Magen schlagen, was tödlich enden kann.

Schermaus Wühlmaus vertreiben
Schermäuse nisten sich manchmal in verlassenen Maulwurfgängen ein.

Wegbereiter für Wühlmäuse

Ein viel größeres Problem als Maulwürfe sind die bereits erwähnten Wühlmäuse.

Den die Wühlmaus/Schermaus legt nicht nur Haufen an, sondern schädigt auch noch die Pflanzen.

Sie frisst die Wurzeln an und kann dadurch Obstbäume, Blumen und Gemüse beschädigen.

Wird der Maulwurf vertrieben, dann kann es vorkommen, dass seine Gänge von der Wühlmaus besiedelt werden.

Sie ist einen Tick größer als der Maulwurf, kann aber trotzdem sein Gangsystem nutzen.

Auch deshalb ist es für Gärtner gefährlich, Maulwürfe zu vertreiben.

Denn danach muss man sich eventuell mit den gefräßigen Mäusen auseinandersetzen.

Hier erfährt man, wie man Wühlmäuse vertreiben kann.

FazitFazit

Wie fast alles im Leben hat auch der Maulwurf Vorteile und Nachteile.

Letztlich hängt es von der Situation ab, wie man vorgehen sollte.

In den meisten Fällen ist es das beste, den Maulwurf einfach zu akzeptieren.

Die Maulwurfshügel müssen dann zwar immer wieder vom Rasen entfernt werden, doch dafür hilft er bei der Schneckenbekämpfung und sogar bei der Abwehr von Zecken.

Wenn man ihn dennoch vertreiben möchte, hat man viele Möglichkeiten.

Einen Überblick findet man hier:

Maulwurf im Garten: Was tun?

Wenn man langfristig Ruhe haben möchte, kann man seinen Garten zum Beispiel durch Maulwurfgitter oder Maulwurfnetze schützen.

Auch die Ansiedlung von natürlichen Feinden ist eine nachhaltige Lösung.

Wem es gelingt eine Schleiereule anzusiedeln, bekämpft gleichzeitig auch Wühlmäuse äußerst effektiv und umweltschonend.

Vorsicht:

Wer Ratten, Mäuse oder Maulwürfe vergiftet, tötet oft auch die empfindlichen Eulen!

Ein großer Ast- oder Steinhaufen kann den Mauswiesel anlocken.

Hier mehr über die natürlichen Feinde des Maulwurfs.

Außerdem kann man Maulwürfe mit Geräuschen und Vibrationen aus der Ruhe bringen.

Mehr Informationen hier: Wie man einen Maulwurfschreck richtig aufstellt.


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Stand: 05. November 2018


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