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Schneckenschutz selber machen Werkzeuge Tools DIY

Schneckenschutz selber machen

Mit einfachen Mitteln Schneckenabwehr selber machen. Dinge recyceln, die sonst im Müll landen, und daraus viele schöne Sachen für den Garten zaubern. Zum Beispiel lassen sich mit wenigen Handgriffen Flaschen oder Becher umgestalten um damit bedrohte Pflanzen vor Schnecken zu schützen.

Upcycling – also aus alten Dingen etwas besseres machen – ist eine schöne Weise Müll zu verwerten und den eigenen Konsum zu minimieren. Da freut sich die Umwelt und der Geldbeutel. Also anstatt kaufen Hand anlegen und noch heute Schneckenschutz selber basteln.

Das macht Spaß und ist auch eine schöne Geschenkidee, für alle, die regelmäßig von einer Schneckenplage heimgesucht werden.

Müllverwertung aus alt mach neu
Upcycling: Aus alt wird besser

Schneckenschutz  DIY – Do it yourself –

Hier stelle ich einige DIY Ideen zum Thema Schneckenschutz vor. Denn warum etwas teuer einkaufen, wenn man es auch selber machen kann.

Recycling beziehungsweise Upcycling sind Geschenke, die wir der Natur machen können. Und auch der Garten wird sich darüber freuen.

Ohne viel handwerkliches Wissen lassen sich alte Trink- und Joghurtbecher in Schneckenkragen verwandeln. Aus Flaschen werden Pflanzenhüte und aus alten Blechen und Regenrinnen Schneckenzäune.

Gartenartikel selber machen

  • Schneckenkragen

  • Pflanzenhut

  • Anzuchtglocke

  • Schneckenzaun

Schneckenschutz Originale dienen als Inspiration

 

  
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Schneckenkragen selber machen

Schneckenkragen kann man ganz einfach aus alten Kunststoffbechern oder Eimern selber machen. Dazu eignen sich vor allem Becher mit einem breiten Rand, der ähnlich wie beim Schneckenkragen weit übersteht und spitz um die Ecke läuft. Je breiter und spitzer der Rand desto besser die Schneckenabwehr. (Bildlink leitet weiter zum Angebot bei Amazon.)

Auch Eimer oder ähnliche Verpackungsgefäße aus Hartplastik – am besten lebensmitteltaugliche – kann man verwenden. Von Vorteil ist, wenn sie transparent sind und über einen Deckel verfügen. Hierbei gilt desto größer das Gefäß desto mehr Pflanzen kann man später ins Innere pflanzen und vor den Nacktschnecken schützen.

Damit die Becher und Eimer zu einem Schneckenkragen werden, schneidet man den Boden vorsichtig heraus. Dann kann man sie über die Pflanzen stülpen und diese können sich trotzdem tief verwurzeln.

Große (500ml) durchsichtige Becher eignen sich gut für Jungpflanzen im Frühstadium und mit Eimern (3-5l) kann man später zum Beispiel Salate, Kohl- oder Bohnenpflanzen vor den Schnecken schützen.

Das Video vom Landei zeigt wunderbar, wie man mit einfachen Mittel Schneckenschutz selber machen kann.

Besonders gut: Schneckenkragen mit Deckel

Sollte der Rand nicht wie gewünscht alle Schnecken abhalten, kann man nachts, wenn die Schleimer besonders aktiv sind, einen Deckel auflegen oder ein Stück Holz, Pappe oder Kunststoff zuschneiden, das genau auf oder in die Öffnung passt. Daher ist es bei Joghurtbechern vorteilhaft, den Verschluss nicht ganz abzureißen, dann kann man ihn bei Bedarf wieder verschließen. (Bildlink leitet weiter zum Angebot bei Amazon.)

Generell eignen sich Becher und Eimer mit einem extra Deckel perfekt, wenn dieser auch noch transparent ist. Dann kann man einige Löcher hineinstechen und der Schneckenschutz ist perfekt. Gleichzeitig entsteht ein kleines Gewächshaus für die jungen Pflanzen, ganz ähnlich wie bei einer Anzuchtglocke.

Trinkbecher upcycling schneckenschutz
Transparente Gefäße mit Deckel eignen sich besonders gut als Schneckenschutz

Modelle, die auch gut funktionieren, sind zum Beispiel becherförmige Behälter für Cocktailtomaten, die schon gleich mit einem stabilen Domdeckel ausgestattet sind. Sie sind noch dazu transparent und ein bisschen größer als normale Joghurtbecher. Auch durchsichtige Fast-Food-Trinkbecher, Smoothiebecher oder Dessertbecher funktionieren gut.

Bei undurchsichtigen Materialien hat man das Problem, dass die Pflanzen bei niedriger Sonne im Schatten stehen, was nicht gut für das Wachstum ist. Dann kann man überlegen den Kragen an sonnigen Tagen zu entfernen und nur nachts zu benutzen.

Die selbst gemachten Schneckenkragen eignen sich gut um Pflanzen zu schützen, die noch klein und besonders anfällig sind. Daher macht es Sinn die Becher nicht erst ins Bett zu stecken, wenn die Pflanzen aufgelaufen sind, sondern die Saat bereits in die Becher hinein zu säen.

Mehr Infos über: Schneckenkragen

Zusätzlich kann man den Schneckenschutz mit Kupferband, Schnexagon oder Fliegengitter noch verbessern. Mehr dazu weiter unten.

Aus alten Flaschen kann man einen Pflanzenhut selber machen
Wird bei Flaschen vorsichtig der Boden entfernt, entsteht ein neuer Pflanzenhut.

Pflanzenhut selber machen

Es ist relativ einfach sich Pflanzenhüte selber zu machen. Dazu braucht man zum Beispiel Konservengläser oder große Plastik- bzw. Glasflaschen. Am besten eignen sich 1,5 – 2 Liter Flaschen aus Kunststoff. Literflaschen reichen für kleine Pflanzen allerdings auch schon aus. Je größer die Flasche ist desto länger bieten sie Schutz.

Dann entfernt man den Boden der Flaschen und Gläser. Bei Plastikflaschen ganz vorsichtig und achtsam zum Beispiel mit einer Gartenschere. Bei den Glasflaschen kann man es entweder mit einem Glasschneider oder einem Band machen, das man entzündet. Danach kann man die Schnittstelle noch mit einem groben Schleifpapier entschärfen und fertig ist der Pflanzenhut.

Hat die Flasche einen Deckel, den man benutzen möchte, bohrt man noch kleine Luftlöcher hinein, damit frische Luft an die Pflanzen kommt. Auf diese Weise kann man sich schnell und mit einfachen Mitteln einen Pflanzenhut selber machen.

Um alte Glaskonserven nutzen zu können, kann man entweder den Boden entfernen und dann auch den Deckel benutzen oder man dreht die Konserve auf den Kopf und bohrt von unten mit einem Fliesenbohrer Löcher hinein.

Hat die Flasche keinen Deckel, kann man die Öffnung auch zusätzlich mit Fliegengitter verschließen. Dann kann zwar noch Luft hinein, doch die Spanischen Wegschnecken müssen draußen bleiben.

Mehr Infos über Schneckenschutz mit: Pflanzenhut

Anzuchtglocke selber machen

Anzuchtglocken unterscheiden sich von Pflanzenhüten nur dadurch, dass sie größer sind. Um Anzuchtglocken oder -hauben selber zu machen, benutzt man daher auch größere Gefäße: Eimer, Fässer, Tonnen, Boxen oder dergleichen. (Bildlink leitet weiter zum Angebot bei Amazon.)

Zwischen einem Schneckenkragen mit Deckel und einer Anzuchtglocke besteht grundsätzlich kaum mehr ein Unterschied. Normalerweise sind Schneckenkragen kleiner, doch wenn man sie selber macht, können sie durchaus auch größer ausfallen. Bei Anzuchtglocken spielt hingegen der Rand keine Rolle, da sie in der Regel immer verschlossen bleiben.

Bei DIY Anzuchtglocken hat man viele verschiedene Möglichkeiten alte Aufbewahrungsgefäße wieder zu verwenden. Auch hier wird der Boden der Gefäße achtsam entfernt und dadurch das Überstülpen ermöglicht.

Dann sollte man noch Löcher in den Deckel bohren oder stechen, damit frische Luft und bestenfalls auch Regen und Gießwasser ins Innere gelangen kann. (Bildlink leitet weiter zum Angebot bei Amazon.)

Ein Vorteil dieser selbst gebastelten Anzuchthauben ist, dass man den Deckel abnehmen kann, wenn es zu warm wird. Außerdem kann man, wenn die Pflanzen wachsen, den Raum nach oben mit Fliegengitter oder Vlies nach Belieben erweitern.

Dazu einfach in die Ecken oder die Mitte ein paar Stäbe stecken, ein Fliegengitter darüber legen und schon hat man ein kleines Schneckenschutzhaus, das man in der Höhe den Pflanzen anpassen kann. Ähnlich kann man auch bei Schneckenkragen verfahren.

Schneckenzaun selber bauen
Original Schneckenzaun mit doppelt umgebogener Kante – ein sicherer Schutz gegen Schnecken

Schneckenzaun selber bauen

Der Traum schneckengeplagter Gärten ist ein Schneckenzaun, da man damit die Schädlinge wirksam aus einem großen Bereich fernhalten kann. Doch die Modelle aus Metall sind relativ teuer und nicht für jeden Garten erschwinglich. Modelle aus Kunststoff hingegen sind oft nicht wirksam genug. Daher hier ein paar Tipps und Ideen, wie man sich einen Schneckenzaun auch selber machen kann.

Wenn man noch keine Beeteinfassung hat, dann kann man diese zusammen mit dem Schneckenzaun aufbauen. Dazu eignen sich Bleche, Holz oder auch Steine. Beim Upcycling ist es immer eine Herausforderung die Dinge zu benutzen, die andere wegschmeißen. Das bedeutet dann eben auch, dass man improvisieren kann und dabei auf ganz neue Ideen kommt.

Hier ein paar Anregungen, wie es funktionieren könnte.

Bestehende Beeteinfassung aufwerten

Hat man bereits eine Beeteinfassung oder hohe Rasenkante, kann man diese benutzen und auf drei verschiedene Arten gegen Schnecken schützen:

1. Mit Kupferstreifen

2. Mit Schnexagon

3. Mit Kragen / Kante

Schneckenzaun mit Kupfer

Da die meisten Schnecken nicht gern über Kupfer kriechen, kann man ein Beet damit schützen. Dazu nagelt oder klebt man Kupferband lückenlos um das Beet herum auf die bestehende Einfassung. (Bildlink leitet weiter zum Angebot bei Amazon.)

Kupfer eignet sich auch gut um zum Beispiel leicht erhöhte Beete oder Hochbeet zu schützen. Ansonsten muss man zunächst eine Beeteinfassung vornehmen, auf der der Kupferstreifen befestigt werden kann.

Im Handel gibt es Produkte mit Kupfermaschendraht, die wenig wirksam sind, besser eignen sich selbstklebende Kupferbänder, die mindestens 5 Zentimeter breit sind. Schmale Streifen werden zu leicht von Schnecken überwunden.

Mehr Infos hier: Kupfer gegen Schnecken

Schneckenzaun mit Schnexagon

Der neue Schutzanstrich Schnexagon kann man auch verwenden, um einen Zaun gegen Schnecken selber anzulegen. Dazu wird der Anstrich rund 10 Zentimeter breit rund um die Beeteinfassung herum aufgetragen. (Bildlink leitet weiter zum Angebot bei Amazon.)

Am besten ist es wenn man Schnexagon unter einem kleinen Überstand aufstreichen kann, denn dann ist der Anstrich besser gegen Wind und Wetter geschützt und hält länger. Denn nach Regenperioden verliert der Anstrich langsam an Wirksamkeit und muss erneuert werden.

Dafür eignen sich zum Beispiel T- oder U-Profile aus Kunststoff oder Metall, die an der bestehenden Beeteinfassung befestigt werden.

Mehr Infos hier: Anwendung Schnexagon

Schneckenzaun mit Kragen / Kante

Der originale Schneckenzaun ist deshalb wirksam, weil er über eine doppelt umgeknickte Kante verfügt, die für Schnecken unüberwindbar ist. Beim Versuch um die Kante zu kriechen, scheitern sie oder fallen herunter. Daher kann man versuchen diese scharfe Kante nachzubauen. (Bildlink leitet weiter zum Angebot bei Amazon.)

Hat man zum Beispiel eine Beeteinfassung aus Holz, kann man daran ein dünnes Blech oder Flacheisen befestigen. Wenn das wie beim Schneckenkragen ungefähr im 45 Grad Winkel nach unten zeigt, werden die meisten Schnecken abgewehrt. Auch ein altes Traufblech, wie auf dem Bild, könnte funktionieren.

Diese Kanten sind schwer für Schnecken zu überwinden, da es für die Tiere zu scharf um die Ecke geht. Daher ist es wichtig, dass das Blech oder Winkeleisen möglichst dünn ist. Ein Brett aus Holz eignet sich daher in den meisten Fällen nicht.

Diese Methode lohnt sich nur, wenn man bereits passendes Blech oder Eisen besitzt, denn ansonsten ist es normalerweise günstiger sich gleich originales Schneckenblech zu kaufen.

Mehr Infos hier: Schneckenzaun Metall

Dachrinne umfunktionieren und Schneckenabwehr kreieren
Eine alte Dachrinne kann zu einem Wassergraben werden.

Schneckenzaun aus Dachrinne

Da Landschnecken nicht schwimmen können und unter Wasser ertrinken, kann man mit Regenrinnen einen Wassergraben um die Beete herum anlegen.

Alte Regenrinnen aus Kupfer eignen sich natürlich auch ohne Wasser als Schutz gegen die Schleimer. Regenrinnen sind an sich schon ein guter Schutz, wenn sie eine scharfe Kante besitzen, die für Nacktschnecken bereits an sich ein Problem darstellt. Wenn man dann noch mehrere Rinnen zu einem durchgängigen Wassergraben verbindet, kommen die Schnecken nicht mehr ins Innere und die Pflanzen sind sicher.

Also bevor man alte Regenrinnen entsorgt, kann man sie, wenn sie dicht sind, auf diese Weise gut weiter verwenden. Das einzige was man dafür meist noch braucht sind passende Eckteile, die man im Baumarkt kaufen oder im Internet bestellen kann. Hier sollte man sich vorher jedoch gut überlegen, ob die Anschaffung eines originalen Schneckenzauns nicht günstiger sein könnte.

Zusätzlicher Schutz gegen Schnecken

Die selbst gemachten Schneckenkragen, Pflanzenhüte und Anzuchtglocken kann man noch zusätzlich mit Schnexagon oder Kupfer schützen. Diese beiden Mittel eignen sich um vielseitig gegen Schnecken eingesetzt zu werden und können gut mit anderen eigenen Ideen verbunden werden.

Besonders bei den Gefäßen, die keinen sicheren Rand oder Deckel besitzen lohnt es sich Kupfer oder den Schneckenschutzanstrich einzusetzen. Damit kann man auch bei Schneckenkragen ohne Deckel sicher gehen, dass Schnecken nicht ins Innere gelangen können.

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen und die Ideen finden Anklang. Wenn Du etwas umgesetzt hast, poste einen Kommentar mit einem Bild. Das würde mich sehr freuen. Vielen Dank schon jetzt dafür!

Anzuchthaus selber bauen

Hier habe ich noch eine DIY Anleitung gefunden, wie man mit einfachen Mitteln ein schneckensicheres Anzuchthäuschen selber machen kann. Wieder ein klasse Video vom Landei, das ich hier teilen möchte, weil ich die Idee einfach super finde:

Wenn Du noch weitere Anregungen hast, würde ich mich – wie gesagt – über einen Kommentar oder eine Nachricht riesig freuen!

Viel Erfolg, Spaß und Freude beim Basteln wünscht,
Alex

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