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Buttersäure | Gegen Maulwürfe & Wühlmäuse einsetzen | Tipps & Tricks +++

Buttersäure ist eine der stinkendsten Flüssigkeiten, die es gibt.

Die Idee ist, damit die Luft in den Gängen von Maulwurf und Wühlmaus derart zu verpesten, dass die Tiere freiwillig das Weite suchen.

Was genau Buttersäure ist und was man bei der Anwendung beachten sollte, erfährt man hier.

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Wirkungsweise

Buttersäure entsteht bei der Vergärung von Lebensmitteln – insbesondere von Butter.

Sie stinkt beißend nach einer Mischung aus Fäulnis, Erbrochenen und altem Fußschweiß.

Der offizielle Name von Buttersäure ist Butansäure – die einfachste Fettsäure.

Bei Zimmertemperatur ist Buttersäure eine farblose bis gelbliche Flüssigkeit, die sich leicht in Wasser löst und tief in Gewebe einziehen kann.

Ihr Gestank bleibt für eine lange Zeit an Gegenständen und auch an der Haut haften.

Wer einmal Milch im Auto verschüttet hat, hat eine Ahnung davon, wie hartnäckig sich der Geruch halten kann.

Es kann Monate manchmal sogar Jahre dauern, bis der Gestank nachlässt.

Daher eignet sich Buttersäure gut als Mittel der Vergrämung/Vertreibung.


Video: Wühlmäuse mit Buttersäure vergrämen


Gesundheitsgefahren

Bei Buttersäure handelt es sich um einen Stoff, der in der Natur vielfach vorkommt.

Zum Beispiel ist Buttersäure für Mundgeruch mitverantwortlich.

Ebenso findet man sie im Darm, wo sie wichtige Funktionen übernimmt.

Dennoch sollte man beachten, dass es sich um eine Säure handelt – und das heißt, Buttersäure wirkt ätzend.

Auch deshalb sollte man Hautkontakt unbedingt vermeiden.

Die Dämpfe der Buttersäure können zudem die Atemwege reizen.

Wenn die Säure in die Augen gelangt, sind schwere Augenreizungen und sogar Hornhautschäden möglich.

Buttersäure Lappen tränken Maulwurf vergrämen
Alte Fetzen/Lappen werden mit Buttersäure getränkt.

Anwendung

Die Anwendung von Buttersäure ist relativ einfach.

Man beträufelt dafür alte Stofffetzen/Lappen mit der Flüssigkeit und platziert diese in den Gängen des Maulwurfs bzw. der Wühlmäuse.

Die größte Schwierigkeit besteht darin, sich mit der Buttersäure nicht zu bekleckern.

Doch keine Angst:

Der Gestank lässt sich in der Regel mit normalem Alkohol (Ethanol) neutralisieren bzw. in den Geruch von Ananas umwandeln.

Vorsichtsmaßnahmen

Um Unfällen vorzubeugen, sollte man dennoch auf Nummer sicher gehen:

  1. Alte Kleidung tragen, die man notfalls entsorgen kann.
  2. Säureresistente Schutzhandschuhe
  3. Atemmaske
  4. Schutzbrille
  5. Gummistiefel
Wühlmausgas Maulwurfgas
Atemschutz ist empfehlenswert.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vorbereitung

Bevor man den Behälter mit der Buttersäure öffnet, sollte man sich schon genau überlegt haben, wo man die getränkten Lappen auslegen möchte.

Denn wenn man das Auslegen der Lappen gut vorbereitet, kann man die Zeit verringern, während der man selbst dem Gestank ausgesetzt ist.

Daher gilt es zunächst die Gänge freizulegen, in denen man die Stofflappen platzieren möchte.

Durch geschicktes Platzieren kann man Maulwurf/Wühlmäusen einen Fluchtweg vorgeben.

Normalerweise beginnt man daher mit den Gängen/Hügeln, die näher am Haus liegen und arbeitet sich dann schrittweise Richtung Grundstücksgrenze vor.

Knoblauch gegen Schnecken
Knoblauch kann man gleich noch mit in die Gänge legen. Denn auch er stinkt den Tieren.

Gänge freilegen

Je mehr Lappen man platzieren kann, desto besser.

Das bedeutet, dass man möglichst viele Gänge freilegen sollte.

Dies macht man am besten schon einen Tag vorher.

Denn nur wenn die Gänge nach spätestens 24 Stunden wieder verschlossen werden, sind sie auch bewohnt.

Unbewohnte Gänge kann man links liegen lassen.

Um die Gänge zu finden, sticht man mit einer dünnen Metallstange in die Erde zwischen zwei Erdhügel – solange bis man auf einen Hohlraum stößt.

Wühlmausgänge befinden sich meist in rund 10 bis 30 cm Tiefe – Maulwurfgänge können auch noch tiefer liegen.

Zunächst legt man den Gang mit einem Spaten frei.

Schließlich entfernt man dann vorsichtig mit den Händen oder einer kleinen Schaufel die Erde aus den Gangöffnungen.

Auf diese Weise legt man auf breiter Front eine Reihe von Gängen frei und wartet ab.

Wühlmäuse verschließen die Gangöffnungen meist schon nach einigen Stunden.

Maulwürfe untergraben die geöffnete Stelle und verbinden auf diese Weise die Gangenden wieder miteinander.

Auch an der Form der Gänge erkennt man, um wen es sich handelt:

  • Hochoval: Wühlmaus
  • Breitoval:  Maulwurf

Mehr Hinweise hier zur Unterscheidung von Maulwurf und Wühlmaus.

Buttersäure entfernen Tipps
Vorsicht: Buttersäure könnte auch dem Nachbarn stinken.

Lappen platzieren

Nachdem man die Gänge erneut geöffnet hat, beginnt man die vorbereiteten Lappen/Fetzen in Buttersäure zu tränken.

Danach steckt man sie in die Gangöffnungen und schiebt sie vorsichtig mit einem Ast/Stock etwas in die Öffnung hinein.

Man kann auch noch ein bisschen Gestrüpp/Stroh nachschieben, damit Die Lappen nicht von Erde zugedeckt werden.

Letztlich verschließt man den Gang wieder mit Erde, sodass keine Luft entweichen kann.

Ist man fertig, sollte man versuchen, möglichst viele/alle Öffnungen des Gangsystems/Baus zu verschließen.

Vorteile SchneckenabwehrVorteile

Ein Vorteil von Buttersäure im Vergleich mit anderen Gerüchen, ist ihre Langzeitwirkung.

Andere Gerüche verziehen sich schneller wieder, zum Beispiel Karbid-Gase verflüchtigen sich bereits nach wenigen Tagen.

Die bei der Karbid-Vergrämung freigesetzten Gase sind zudem hochgiftig, was bei Buttersäure keine Gefahr ist.

Daher besteht auch keine Anwendungsbeschränkung.

Auch für Kinder und Haustiere besteht keine Gefahr, wenn die Säure unzugänglich aufbewahrt wird.

Nachteile SchneckenbekämpfungNachteile

Auch wenn es oft gelingt, Wühlmaus und Maulwurf mit Buttersäure zu vertreiben, gibt es keine Garantie, dass es funktioniert.

Manchmal verlässt der Maulwurf seinen Bau zwar – jedoch nur, um einige Meter weit entfernt einen neuen anzulegen.

Unangenehm ist zudem die Ausbringung der Buttersäure, da man dabei selbst dem Gestank ausgesetzt ist.

Wenn man etwas verschüttet, verbreitet man den Gestank auch im eigenen Garten.

Das kann dann auch zu Ärger mit den Nachbarn führen.

FazitFazit

Der Gestank von Buttersäure funktioniert relativ gut, um Wühlmaus und Maulwurf zu vergrämen.

Die Anwendung ist einfach, doch man muss vorsichtig sein, dass man dabei nicht auch die eigene Familie vertreibt.

Am besten man spricht den Einsatz vorher auch mit den Nachbarn ab.

Alternative Methoden und Mittel zur SchneckenabwehrAlternativen

Eine häufig verwendete Alternative ist Calciumcarbid – kurz Karbid.

Doch Karbid ist mit erheblichen Gesundheitsgefahren verbunden – außerdem besteht Brand- und Explosionsgefahr.

Also bevor man zu Karbid greift, sollte man es besser mit Buttersäure probieren.

Außerdem kann man es auch noch mit anderen Gerüche versuchen, wie zum Beispiel:

  • Hunde- oder Katzenhaare
  • Kot oder Jauche
  • Knoblauch
  • Fischabfälle
  • Rasierwasser, etc.

Alles was dem Menschen stinkt, ist potenziell auch geeignet, um Wühltiere zu vertreiben.

Eine weitere Alternative sind verschiedene Duftpräparate, die manchmal auch als Wühlmausgas bezeichnet werden.

Viele Tiere reagieren zudem nicht nur empfindlich auf Gerüche, sondern auch auf Geräusche und Erschütterungen.

Daher kann man es auch mit Windrädern und Windspielen probieren, die unregelmäßige Geräusche und Erschütterungen ans Erdreich abgeben.

In einigen Gärten funktionieren sie zwar gar nicht, doch einige Gärtner haben auch damit Erfolg:

Maulwurfschreck bzw. Wühlmausschreck.

Die Misserfolge dieser Geräte haben manchmal auch mit falscher Anwendung zu tun bzw. sind auf mangelnde Qualitätsstandards einiger Hersteller zurückzuführen.

Möchte man langfristig seine Ruhe haben, kann man auch eine Maulwurfsperre installieren.

Dann haben Maulwurf und Wühlmaus absolut keine Chance mehr den Rasen zu verunstalten.

Eine weitere nachhaltige Lösung ist es, die natürlichen Feinde der Tiere anzulocken.

Wem es gelingt Schleiereulen und Mauswiesel im Garten anzusiedeln, der hat eine natürliche Abwehr installiert, die langfristig und nachhaltig wirkt.


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Stand: 10. Dezember 2018


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Alex

Autor von Schneckenhilfe. Auf dem Bauernhof aufgewachsen und von Kind auf an mit Liebe zur Natur infiziert - vielleicht waren es die vielen süßen Früchte aus Omas Garten? Alex liebt Erdbeeren. Nach einem Praktikum auf der "Happy Farm" im Kloster "Plum Village" wurde es ein Anliegen, das friedliche Zusammenleben von Menschen und Tieren zu fördern. Dies bedeutet insbesondere, den Umgang mit Schädlingen im Garten neu zu überdenken und gewaltfreie Lösungen zu suchen, die nachhaltig wirken, anstatt nur Symptome zu bekämpfen. Seitdem forscht, liest und schreibt Alex zum Thema "Nützlinge und Schädlinge in Haus und Garten". Wenn Du eine Frage dazu hast, schreibe an alex@schneckenhilfe.de.

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