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Wühlmäuse vertreiben: Umweltfreundlich | Ohne Gift | Ohne Töten | Tipps & Tricks

Wühlmäuse – insbesondere Schermaus und Feldmaus – sind die vielleicht unbeliebtesten Schädlinge im Gartenbau.

Denn die Mäuse fressen die Wurzeln und Zwiebeln vieler Pflanzen. Zum Beispiel lieben sie Rosen, Beerensträucher und Obstbäume.

Zudem produzieren sie auf dem Rasen unschöne Erdhaufen, die Maulwurfhaufen ganz ähnlich.

Da sie sich schnell vermehren können, gilt es, Wühlmäuse so schnell wie möglich wieder zu vertreiben/vergrämen.

Hier erfährt man, welche Gerüche und Geräusche sich dazu eignen, die Mäuse wieder loszuwerden.

Außerdem gibt es Tipps zu den Themen „Wurzelschutz mit Wühlmausgitter“ und „Wühlmausabwehr mit natürlichen Feinden„.

Schermaus Wühlmaus vertreiben
Wühlmaus vertreiben oder fangen?

Umweltschonende und tierfreundliche Wühlmausabwehr

Dieser Artikel richtet sich an all jene, die vor dem Griff zum Giftköder und zur Schlagfalle zurückschrecken.

Umweltschonende und tierfreundliche Methoden der Wühlmausabwehr setzen auf Vertreibung/Vergrämung, Wurzelschutz und die Ansiedlung natürlicher Feinden.

Nur wenn das nicht klappt, kann es nützlich sein, die Tiere mit Wühlmausfallen lebend zu fangen und umzusiedeln.

Der Einsatz von Wühlmausgift ist nicht nur umweltschädlich (Bioakkumulation), sondern höchst kontraproduktiv, wenn man natürliche Feinde ansiedeln möchte.

Wühlmäuse durch Schlagfallen oder Giftgas zu töten, ist ethisch fraglich, da Mäuse eindeutig sehr empfindsame und soziale Tiere sind. Der Tod tritt nicht immer sofort ein, manchmal verenden die Tiere qualvoll.

Letztlich stellt sich mir auch die Frage, ob nicht auch Mäusen ein Recht auf Leben zusteht – selbst wenn sie einen Schaden anrichten.

Daher habe ich hier friedliche Mittel zusammengetragen, mit denen man Wühlmäuse wieder loswerden kann.

Maulwurfhaufen Maulwurfhügel Maulwurf im Garten Gras
Sind das Maulwurf- oder Wühlmaushügel?

Maulwurf oder Wühlmaus?

Die Erdhügel und Gänge von Maulwurf und Wühlmaus sehen sich zum Verwechseln ähnlich.

Daher sollte man sich zunächst einmal sicher sein, dass es sich wirklich um Wühlmäuse im Garten handelt und nicht um Maulwürfe.

(Ist man sich sicher, dass es sich um Wühlmäuse handelt: Zum nächsten Abschnitt springen.)

Da Maulwürfe unter Naturschutz stehen, sind einige Methoden bei der Wühlmausabwehr legal doch beim Maulwurf verboten, zum Beispiel der Einsatz von Fallen oder Gift.

Zudem ist bekannt, dass Wühlmäuse und Maulwürfe selten zusammen leben.

Maulwürfe verteidigen aggressiv ihre Reviere und fressen gegebenenfalls sogar die Jungtiere der Mäuse.

Also wenn man Maulwürfe im Garten hat, wirkt das vorbeugend gegen Wühlmausplagen.

Daher ist es so wichtig, zunächst sicher zu gehen, dass es sich wirklich um Wühlmäuse handelt.

Dies kann auf verschiedene Arten herausgefunden werden.

Maulwurf- oder Wühlmaushaufen?

Im Vergleich mit dem Maulwurf sind die Erdhaufen der Wühlmäuse meist etwas flacher.

Die Gangöffnung unter einem Wühlmaushaufen befindet sich im Randbereich, von dort führt sie schräg nach unten in die Erde.

Beim Maulwurfhaufen findet man die Öffnung in der Mitte des Haufens und der Gang führt meist senkrecht nach unten.

Maulwurf- oder Wühlmausgang?

Wühlmausgänge verlaufen oft direkt unter der Erdoberfläche und es kommt zu typischen länglichen Erhebungen, die beim Maulwurf normalerweise nicht vorkommen.

Wenn man einen Gang öffnet, erkennt man bei Wühlmäusen einen hochovalen Gang, er ist breiter als er hoch ist. Beim Maulwurf ist es umgekehrt – seine Gänge sind breitoval.

Außerdem findet man bei Wühlmäusen meist Pflanzen- und Wurzelreste in den Gängen. Die Gänge des Maulwurfs hingegen sind sauber.

Verwühlprobe

Möchte man 100%-ig  sicher gehen, macht man eine sogenannte „Verwühlprobe“.

Dazu legt man ein rund 30cm langes Stück des Gangs frei – so dass dabei zwei Öffnungen entstehen.

Wenn beide Gangöffnungen nach spätestens 24 Stunden verschlossen – „verwühlt“ – wurden, handelt es sich eindeutig um Wühlmäuse.

Denn Maulwürfe „untergraben“ geöffnete Gänge, anstatt die Öffnungen zu verschließen, das heißt sie legen unter dem geöffneten Gang einen neuen Verbindungsweg an.

Hier erfahren, wie man einen Maulwurf vertreiben kann.

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Wichtig zu wissen: Wühlmäuse sind reine Pflanzenfresser – Maulwürfe reine Fleischfresser.

Vergrämung: Methodenwahl

Zu den wirksamsten Mitteln der Vergrämung zählen Lärm und Gestank.

Der Vorteil von Vergrämungsmethoden ist, dass man sie das Ganze Jahr hindurch anwenden kann.

Wühlmausfallen und Gift funktionieren nur, wenn sich die vorsichtigen Tiere ködern lassen.

Das gelingt meist nur in Monaten, in denen die Mäuse wenig zum Fressen finden und keinen Nachwuchs haben, also von November bis März.

Hat eine Wühlmaus genug Nahrung zu Verfügung, rührt sie Köder meist nicht an.


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Unangenehme Gerüche

Da Wühlmäuse eine sensible Nase besitzen, können lästige Gerüche helfen, um sie zu vertreiben.

Oft wird stark nach Fäulnis riechende Buttersäure (Butansäure) eingesetzt, die man auf Tücher träufelt und dann in die geöffneten Gänge stopft.

Danach verschließt man die Gänge wieder, damit sich der Gestank nicht in der Luft verflüchtigt und sich im Gangsystem ausbreiten kann.

Diese Methode soll in lehmigen Böden besser funktionieren als in Sandböden, da die Gerüche im luftigeren Sandboden leichter wieder entweichen können.

Wie man Buttersäure verwendet, wird in folgendem Video genau erläutert.


Video: Buttersäure gegen Wühlmäuse einsetzen


Da viele Quellen berichten, dass Buttersäure gut funktioniert und da diese Methode vergleichsweise günstig und friedlich ist, verlinke ich hier zu Angeboten bei Amazon.

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Außerdem wird manchmal empfohlen Kot und Haare von Menschen oder Hautieren in die Gänge zu legen, da auch der Geruch von Hunden, Katzen oder Menschen die ängstlichen Tiere vertreiben soll – leider häufig erfolglos.

Anstatt Buttersäure zu verwenden, kann man auch Buttermilch und Molke in die Gänge schütten, jedoch keine frische sondern verdorbene. Wenn man dies regelmäßig wiederholt und etwas Glück hat, flüchten die Mäuse.

Hat man einen Bauern in der Nähe, kann man es auch mit Gülle probieren. Manchmal wird sogar davon gesprochen Fischabfälle oder Mottenkugeln einzusetzen.

Alles was von uns Menschen als stinkend empfunden wird, vergrault auch Wühlmäuse.

Buttersäure hat hierbei eine nachweislich gute Wirkung gezeigt.

Alternativ kommen auch ätherische Öle zum Einsatz – mit bescheidenen Erfolgsaussichten.

Mehr Informationen hier: Natürliche „Düfte“ gegen Wühlmäuse einsetzen.

Nervige Geräusche

Auch Geräusche können helfen, die Mäuse zu vergraulen.

Eine günstige Methode ist es, Kinder zu motivieren auf den Gängen zu spielen. Sind die Kleinen dabei ausdauernd, kann das allein die Mäuse zum Umzug bewegen.

Außerdem sollen auch laut tickende Wecker Abhilfe schaffen. Diese steckt man in wasserdichte Blechdosen oder Tüten und vergräbt sie inmitten der Wühlmausgänge.

Auch Wühlmäuse brauchen ihre Ruhe und ihren Schlaf.

Wecker als Wühlmausschreck in eine Blechdose und vergraben Wühlmausabwehr Wühlmausbekämpfung
Wer Wühlmäuse beharrlich zu Unzeiten weckt, kann sie vertreiben.

Schließlich kann man dazu auch die Kraft des Windes nutzen. Seine Unbeständigkeit beugt Gewöhnungseffekten vor.

Windspiele dienen als Wühlmausscheuchen, wenn sie mittels einer Metallstange unregelmäßige Geräusche ins Erdinnere übertragen.

Dazu befestigt man am Ende einer Stange z. B. Metallstücke, Blechdosen und Löffel, die bei Wind lärmend gegen die Stange schlagen.

Wer keine Lust zum Selbermachen hat, kann derartige Wühlmausscheuchen auch kaufen. Hier einige Angebote bei Amazon und Alternativen bei eBay.

Bei der Bewertung der Wirksamkeit gehen die Meinungen allerdings auseinander und das liegt auch an unterschiedlichen Standortbedingung. Abhängig von Bodenbeschaffenheit, Bebauung und Bewuchs werden Geräusche besser oder schlechter übertragen.

Wichtig ist zudem, dass man eine Scheuche nicht allzu fest im Boden verankert, sondern so, dass sie sich noch hin und her bewegen kann.

Denn auch die Vibration spielt eine Rolle, die ein wackelnder Stab an die Erde abgibt.

Mehr Informationen hier: Mit Windrad/Windspiel gegen Wühltiere.

Ultraschall

Da die Mäuse ein feines Gehör haben, können sie auch Ultraschall wahrnehmen.

Dies machen sich spezielle Geräte zunutze, die man im Handel kaufen kann.

Sie geben mittels eines Erdspießes Ultraschall und Vibrationen an den Boden ab.

Sie sind batteriebetrieben oder laden sich über eine kleine Solarzelle immer wieder selbst auf.

Diese Geräte gibt es in unterschiedlichen Preisklassen.

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Einige dieser Wühlmausvertreiber haben sich bewährt und andere nicht.

In Tests gibt es immer wieder gegensätzliche Meinungen und auch Kundenbewertungen bei Amazon gehen weit auseinander.

Dies könnte daran liegen, dass die Reichweite der Störsender von der Bodenbeschaffenheit abhängt.

Sandige Böden übertragen die Geräusche wahrscheinlich schlechter als lehmige, schwere Böden.

Da jeder Boden ein bisschen anders ist, gibt es kein Patentrezept und man muss ausprobieren, ob Ultraschall wirkt und wie viele Geräte man benötigt.

Normalerweise hat ein Wühlmausschreck eine Reichweite von ungefähr zehn Metern.

Es hat sich bewährt, mehrere dieser Geräte in eine Reihe zu stellen und dann langsam von einer Seite oder der Hauswand aus immer dichter an den Bau heranzurücken.

Dabei steckt man die Geräte alle paar Tage/Wochen ein Stückchen weiter.

Auf diese Weise vertreibt man die Tiere langsam aus dem Garten.

Bei Hausmäusen haben sich Ultraschallvertreiber auch gut bewährt.

Vielleicht kann man auch probieren, ein Gerät für den Hausgebrauch wasserdicht zu verpacken und im Wühlmausbau unterzubringen.

Über Erfahrungsberichte dazu in den Kommentaren freue ich mich!

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Ausführlichere Informationen zum Thema hier: Wie man einen Wühlmausschreck richtig anwendet.


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Jauche

Immer wieder hört man, dass Jauchen angesetzt mit Thuja- oder Fichtenzweigen, Wühlmäuse vertreiben können.

Dazu übergießt man die Zweige zunächst mit kochendem Wasser und legt sie dann für mindestens zwei Wochen am besten bei Zimmertemperatur in luftdichte Behälter.

Auch Jauchen aus Holunderblüten und -blättern sollen helfen. Diese werden ebenfalls zwei Wochen in Wasser eingelegt und währenddessen ab und zu umgerührt, sodass sie beginnen zu gären.

Danach kann man die Gänge mit den Jauchen fluten.

Mit etwas Glück und Beharrlichkeit wird man die Mäuse auf diese Weise wieder los.

Mit Artenvielfalt gegen Wühlmäuse

Eine interessante Möglichkeit ist es, Wühlmäusen mit großer Artenvielfalt zu begegnen.

Durch Anpflanzung und Aussäen von Klee, Sonnenblumen, Malven, Buchweizen, etc. lassen sich Mäuse von Kulturpflanzen ablenken.

Schäden im Garten- und Obstbau lassen sich so umweltfreundlich verringern.

Dies klingt erst einmal seltsam, doch der Obstgärtner im folgenden Video spricht aus Erfahrung.

Seiner Ansicht nach lassen sich Wühlmäuse auf diese Weise sogar vergrämen.


Video: Wühlmaus vergrämen durch Artenvielfalt – ohne Gift und Fallen


Wühlmaus mit Pflanzen vertreiben

Es ist gegen alles ein Kraut gewachsen und das hört man auch immer wieder bei der Wühlmaus. Denn es gibt gewisse Pflanzen die Wühlmäuse nicht fressen und einige davon sollen sogar helfen, sie zu vertreiben.

Zu den Pflanzen, die Wühlmäuse nicht mögen, zählen Kaiserkronen, die in großen Kolonien sogar Maulwürfe vertreiben sollen.

Außerdem zählen dazu:

  • Knoblauch
  • Steinklee
  • Gloxinien
  • Ochsenzunge
  • kreuzblättrige Wolfsmilch.

Manchmal wird auch berichtet, dass Zwiebeln, Pfingstrosen und Johannisbeersträucher helfen könnten.

Abschreckend wirken sollen auch Walnussblätter, Kampfer sowie die Zweige von Thuja, Fichte und Holunder.

Wenn man diese Dinge – wohl portioniert – in die Erde neben bedrohten Pflanzen einarbeitet, kann das verstörend auf die Mäuse wirken.

Hier: Mehr Informationen über Pflanzen, die Maulwurf und Wühlmaus abschrecken sollen.

Man kann auch versuchen, Wühlmäuse mit Hilfe ihrer Lieblingspflanzen wegzulocken.

Also wenn man zum Beispiel neben einem Gebiet wohnt, auf dem man etwas pflanzen kann, was der Wühlmaus besonders gut schmeckt, könnte sie einen Umzug von alleine in Betracht ziehen.

Dazu eignen sich dann Pflanzen, die die Mäuse gerne fressen und mögen.

Wühlmäuse weglocken, zum Beispiel mit:

  • Möhren
  • Sellerie
  • Tulpen
  • Pastinaken
  • Topinambur
  • Rosen
  • und Obstbäume.

Ähnlich wie bei Schnecken, für die man auch ein Opferbeet anlegen kann mit Pflanzen, die sie lieben, könnte dies eine Möglichkeit sein, mit den Wühlmäusen Frieden zu schließen.

Hat man genügend Platz im Garten, geht das sogar auf dem eigenen Grundstück.

Mauswiesel mit Wühlmaus im Maul natürliche Feinde der Wühlmäuse
Natürliche Feinde anzusiedeln ist die nachhaltigste Maßnahme gegen Wühlmäuse.

Die natürlichen Feinde der Wühlmaus

Wenn man es schafft die Feinde der Wühlmaus in den Garten zu locken, kann man ihre Ausbreitung stoppen.

Wenn man tierlieb ist, kann man sich eine junge motivierte Katze anschaffen.

Einen Hund auf die Mäuse loszulassen, kann allerdings unschön enden, wenn er beginnt, den ganzen Garten umzugraben.

Doch auch in der Natur haben die Wühlmäuse einige Feinde.

Dazu zählen zum Beispiel Marder, Iltis, Fuchs und ganz besonders auch Mauswiesel und Hermelin.

Letztere kann man zum Beispiel mit großen Holz- und Steinhaufen in den Garten locken.

Schließlich gibt es dann noch die natürlichen Feinde aus der Luft: Auch Bussard, Eule und Habicht haben es auf die Nager abgesehen.

Den Greifvögeln kann man, wenn man auf dem Land wohnt, Ansitzstangen in der Nähe der Wühlmäuse anbieten.

Die Stangen sollten aus rundem Holz gefertigt sein und etwa ein bis zwei Meter hoch sein.

Für Schleiereulen kann man kleine Einfluglöcher in Scheunen schaffen.

Dabei ist ganz wichtig, kein Gift zu verwenden, denn daran sterben auch die großen Raubvögel, die ganz nebenbei auch die schädliche Feldmaus verspeisen.

Hier findet man mehr Informationen über die natürlichen Feinde von Maulwurf und Wühlmaus.


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Wühlmausbekämpfung mit Gas

Der Wirkstoff ist Karbid/Calciumcarbit und er vergrämt die Wühlmäuse.

Doch die Anwendung von Karbid gegen Wühlmäuse ist gefährlich, daher rate ich davon ab.

Besser ist es Buttersäure oder andere biologische Mittel einsetzen, um die Tiere zu vertreiben.

Natürlich gibt es auch noch Giftgas, doch das halte ich ebenfalls für völlig unangemessen.

Ebenso wenig empfehlenswert ist die Methode, Autoabgase in die Gänge einzuleiten, was nicht nur illegal ist, sondern zudem den Boden mit Schwermetallen verseucht.

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Wenn die Mäuse gerade Jungtiere haben, ist es fast unmöglich, sie zu vertreiben.

Wühlmaus bekämpfen mit Gift

Genauso wie von Gas möchte ich von dieser Methode voll und ganz abraten.

Der Umgang mit Gift ist immer mit Gefahr verbunden und außerdem haben auch diese Tiere – unsere entfernten Cousins und Cousinen – ein Recht zu leben.

Ich kann verstehen, wenn man Angst hat um Bäume und andere Pflanzen und sie vor der Wühlmaus schützen möchte. Doch dabei die Ehrfurcht vor dem Leben zu verlieren, kann ich nicht nachvollziehen.

Gift tötet die Tiere außerdem meist langsam und qualvoll.

Zudem ist es auch oftmals nicht wirksam, da die Mäuse „den Braten riechen“ und den Köder unangetastet lassen; oder sie schleppen ihn in ihre Vorratskammer und dort verflüchtigt sich das Gift, bevor der Köder gefressen wird.

Pflanzenschutz mit Wühlmausgitter

Eine viel wirkungsvollere Art und Weise der Wühlmausabwehr ist es bedrohte Pflanzen mit einem Wühlmauskorb zu schützen.

Dazu gibt es verschiedene Angebote und es ist auch möglich, sich aus Maschendraht selber Anti-Wühlmauskäfige zu bauen.

Mit den Käfigen kann man dann zum Beispiel junge Obstbäume, Wurzelgemüse oder Beerenobst – also alle gefährdeten Pflanzen – schützen.

Besonders junge Obstbäume gehören zu den Leibspeisen der Nager und lassen sich leicht durch ein Gitter schützen.

Ein Drahtgitter wird schon bei der Pflanzung mit in den Boden gegeben. Wühlmausgitter: Angebote bei Amazon

Bei einem Baum schlägt man dann das Gitter auch wieder zum Stamm hin um, so dass die Maus auch oberirdisch nicht in den vergitterten Bereich kommen kann. Die Maschenweite sollte nicht größer als 13 Millimeter sein.

Auch Hügel- und Hochbeete müssen von vorn herein gegen Wühlmäuse geschützt werden, da diese gerne in erhöhten Beeten ihren Bau anlegen.

Möchte man einen Baum schützen, sollte man in der Regel keinen verzinkten Draht benutzen, da das verzinkte Metall nicht verrostet und verrottet.

Dadurch lässt verzinkter Draht dem Baum keine Chance große Wurzeln zu bilden.

Also zumeist unverzinkten Draht verwenden. Dieser schützt den Baum in den ersten Jahren; doch gibt ihm gleichzeitig später Raum, um große Wurzeln zu bilden.

Mehr Informationen zur kontrovers diskutierten Frage „Verzinkt oder unverzinkt?“, findet man hier: Wühlmausgitter richtig anwenden

Hochbeete und Hügelbeete kann und sollte man allerdings stets mit verzinktem Draht schützen, da dieser deutlich länger hält.

Auf diese Weise kann man Frieden mit den Wühlmäusen schließen oder Zeit gewinnen, um sie zu vertreiben und Feinde anzusiedeln.

Wühlmaus-Schutzdraht gibt es im Bau- oder Gartenmarkt, alternativ bestellt man ihn über das Internet.

Außerdem ist es möglich, Maulwurfgitter gegen Wühlmäuse einzusetzen.


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Fazit

Wenn weder Kinder, Katzen oder andere Fressfeinde angelockt werden können, dann sind Gerüche und/oder Geräusche die Mittel der Wahl.

Denn mit der richtigen Dosis an Lärm und Gestank lassen sich Wühlmäuse umweltfreundlich vertreiben bzw. vergrämen.

Dazu bieten sich z. B. verdorbene Buttermilch und Buttersäure an. Auch Wühlmausscheuche und Wühlmausschreck können wirksam sein.

Doch eine Vertreibung kann nur erfolgreich sein, wenn die Wühltiere eine Möglichkeit haben, abzuwandern. Lebt man in einem Gebiet, in dem die Mäuse weitverbreitet sind, haben sie oft keine andere Wahl als die Unannehmlichkeiten zu erdulden und gewöhnen sich daran.

Die sicherste Methode ist es dann, Wurzeln und Blumenzwiebeln durch Wühlmausgitter zu schützen.

Dies erscheint vielleicht im ersten Moment sehr aufwendig, doch auch eine Wühlmausjagd – z. B. mit Gift oder Wühlmausfalle – kann viel Zeit in Anspruch nehmen und ein Erfolg ist fraglich.

Wer von vornherein alle wichtigen Pflanzen durch Gitter schützt, geht auf Nummer sicher.

Zudem kann man versuchen, den Tieren mit Artenreichtum zu begegnen und sie zum Beispiel mit Topinambur aus den Gemüse- und Blumenbeeten zu locken.

Langfristig bekommt man eine Plage meist nur in den Griff, wenn es gelingt, die natürlichen Feinde der Wühlmäuse anzusiedeln.

Mehr Infos dazu findet man hier:

Natürliche Feinde von Schermäusen und Feldmäusen ansiedeln


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Stand: 2. Dezember 2019


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Alex

Autor von Schneckenhilfe. Auf dem Bauernhof aufgewachsen und von Kind auf an mit Liebe zur Natur infiziert - vielleicht waren es die vielen süßen Früchte aus Omas Garten? Alex liebt Erdbeeren. Nach einem Praktikum auf der "Happy Farm" im Kloster "Plum Village" wurde es ein Anliegen, das friedliche Zusammenleben von Menschen und Tieren zu fördern. Dies bedeutet insbesondere, den Umgang mit Schädlingen im Garten neu zu überdenken und gewaltfreie Lösungen zu suchen, die nachhaltig wirken, anstatt nur Symptome zu bekämpfen. Seitdem forscht, liest und schreibt Alex zum Thema "Nützlinge und Schädlinge in Haus und Garten". Wenn Du eine Frage dazu hast, schreibe an alex@schneckenhilfe.de.

10 thoughts to “Wühlmäuse vertreiben: Umweltfreundlich | Ohne Gift | Ohne Töten | Tipps & Tricks”

  1. Hallo,
    du schlägst hier einen Wühlmausschutz aus verzinktem Draht vor. Das sollte man auf gar keinen Fall machen, da der verzinkte Draht nicht rostet und verrottet und damit das Wurzelwachstum der Bäume verhindert wird.
    Sprich der teuer gekaufte, sorgfältig gepflanzte und lang gehegte und gepflegte Obstbaum geht nach 10-15 Jahren ein. Gerade dann wenn ich mit den höchsten Erträgen rechnen kann.
    Richtig ist es unverzinkten Draht zu nehmen der nach etwa 1-2 Jahren in der Erde verrostet und die Wurzeln der jungen Bäume sich weiter ausbreiten können.
    Mehr Informationen bietet die Seite des BUND-Lemgo mit dieser Pflanzanleitung für Obstbäume: http://www.bund-lemgo.de/obstbaumpflanzung.html

    1. Hallo Kasha,

      ganz großes Danke für Deinen Hinweis – auch die Bäume werden es Dir danken!
      Ich muss mich entschuldigen, da ist mir wirklich ein Fehler unterlaufen.

      Die entsprechende Passage ist nun geändert: Bäume sollten unbedingt nur mit unverzinktem Draht geschützt werden.
      Für Hoch- und Hügelbeete verwendet man jedoch normalerweise besser verzinkten Draht.

      Also nochmals vielen Dank!
      Und viel Freude im Garten wünscht,
      Alex

  2. Wie kann man Pflanzen retten, wenn sie noch einen Wurzelzweig haben und ansonsten spitz angefressen sind?
    Ich habe da einen Strauch der hat noch eine kleine Wurzelarder, aber ansonsten ist alles abgefressen. Ich habe Jahre danach gesucht und nun hat so ne dämmliche Wühlmaus sich in meinen Garten breit gemacht.
    Selbst Knoblauch, Wühlmausvertreiber ( mit Ultaschall u. Vibration ) Studentenblume haben nichts ausgerichtig.
    Was nun ?
    LG Katrin aus Dresden , heule um meinen schönen Garten.

    1. Hallo Katrin,
      vielen Dank für Deine Anfrage!

      Wühlmäuse sind wirklich schwer zu vertreiben. Da wünscht man sich dann doch oft den Maulwurf zurück, der Wühlmäuse in seinem Gebiet in der Regel nicht zulässt und ihre Jungen sogar verspeist.

      Also wenn Dein Strauch schon derart verletzt wurde, dann ist er wohl kaum noch zu retten. An deiner Stelle würde ich versuchen ihn durch Stecklinge zu vermehren. Das könnte zu dieser Jahreszeit noch gut möglich sein und dann hättest Du nächstes Jahr viele kleine Sträucher, die Du mit Wühlmausgittern geschützt einpflanzen könntest.

      Natürlich kannst Du auch versuchen den Strauch auch jetzt noch durch einen Drahtkäfig zu schützen (Angebot bei Amazon).

      Ist der Strauch einmal durch Gitterkäfig geschützt, kannst Du derweil weitere Mittel ausprobieren, um die Wühlmäuse zu vergrämen oder sie mit Wühlmausfallen fangen.

      Langfristig empfehle ich Dir, mit Stein- und Asthaufen Mauswiesel und andere Feinde der Wühlmaus anzulocken. Insbesondere ein Eulenkasten kann auf lange Sicht helfen Wühlmausplagen zu verhindern.

      Also viel Erfolg beim Retten/Vermehren des Strauchs und bei der Wühlmausabwehr wünscht,

      Alex

    1. Hallo Herr Klatt,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Bei Ihnen handelt es sich vermutlich um Hausmäuse, denn Wühlmäuse/Schermäuse leben in der Regel nicht in Häusern.

      Sie können versuchen, die Mäuse mit Ultraschall zu vergrämen.

      Hier finden sie einen Mäuseschreck fürs Haus: Angebot bei Amazon

      Viel Erfolg bei der Mäuseabwehr!

      Alex

  3. Hallo & guten Abend, auch ich hatte die Wühlmaus in meinem Rosenbeet. Etisso-Wühlmaus-Köder, trotz genauer Beachtung der Anmerkungen des Herstellers & mehrfacher Anwendungen = rausgeschmissenes Geld !!!!
    Buttersäure hat geholfen, wobei man darauf achten muss, dass beim Öffnen der Gänge, die Buttersäure-Lappen in beiden Richtungen des jeweiligen Ganges eingebracht werden muss. Da beim Schliessen der Gang-Öffnung eine Gangrichtung ja mit verschlossen wird, und man ja nicht weiss, aus welcher Richtung die W-Maus wieder kommt. Auch habe ich recht viele Gänge mit den Buttersäure-Lappen bestückt, Die Maus ist weg !!!
    Vielleicht hilft meine Erfahrung auch anderen. Gruss Peter Winkler

  4. Gerade habe ich die Dose mit den Giftködern wieder in das Regal gestellt.
    Ich wollte mich noch mal eben schnell überzeugen, ob es auch wirklich Wühlmäuse sind.
    Vielen Dank für diesen Beitrag!!!
    Als nächstes werde ich die hier genannten biologischen Maßnahmen probieren und berichte dann hier über den Erfolg.

  5. Hallo!
    Bis auf Gift haben wir Vieles versucht, um wenigstens einen Teil der Gemüseernte und der Zierpflanzen vor den Wühlmäusen zu retten. Zwischenzeitlich packen wir alle Pflanzen in Hasendraht. Es macht Arbeit, aber es ist das beste Mittel, das hilft. Und so leben wir in Co-Existenz mit den Wühlmäusen. Gelegentlich gießen wir Buttermilch in die Gänge (ob das hilft, wissen wir aber nicht – zumindest schadet es nicht).

    1. Hallo Frau Berndl,
      vielen Dank für Ihren Kommentar!

      Ich freue mich, dass Sie bisher auf Gift verzichten und hoffe, dass Sie in diesem Punkt standhaft bleiben.
      Denn Wühlmausgifte wie Zinkphospid oder Blutgerinnungshemmer (Quiritox) schaden immer auch anderen Tieren, insbesondere den natürlichen Feinden der Wühlmaus. Blutgerinnungshemmer führen nicht nur zu Sekundärvergiftungen bei Tieren, die die toten Mäuse fressen; sie reichern sich zudem in Ökosystemen an und landen dadurch schließlich auch in Nahrungsmitteln.

      Zu Wühlmausplagen kann es nur kommen, wenn die Mäuse kaum durch natürliche Feinde bedroht werden. Daher ist es so wichtig, den natürlichen Feinden (Eulen, Wiesel) nicht durch Gifteinsatz zu schaden und sie – wo es möglich ist – anzulocken. Einige Tipps dazu findet man hier: Natürliche Feinde von Wühlmäusen im Garten ansiedeln.
      Da eine Ansiedlung in der Regel Zeit braucht, sind Wühlmausgitterkörbe eine effektive erste Abwehr. Mehr Infos über die Möglichkeiten hier: Wühlmausgitter Anwendung: verzinkt vs. unverzinkt.

      Viel Erfolg und Glück bei der Wühlmausabwehr wünscht,
      Alex

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