Gärten sind Lebensraum für viele verschiedene Schneckenarten.
Einige davon können empfindliche Jungpflanzen, Gemüse und Blumen stark schädigen. Andere Schnecken sind dagegen wertvolle Helfer im Garten. Sie fressen abgestorbene Pflanzenreste, Pilze, Algen, Aas, Kot und manchmal sogar die Eier oder Jungtiere anderer Schnecken.
Deshalb ist es wichtig, nicht alle Schnecken über einen Kamm zu scheren. Wer genau hinschaut, erkennt schnell: Schnecke ist nicht gleich Schnecke.
Manche Arten können zur Plage werden. Andere helfen dabei, den Garten sauber, lebendig und im Gleichgewicht zu halten.

In diesem Artikel geht es darum, welche Schnecken nützlich sind, welche Schnecken im Garten Schäden verursachen können und welche Maßnahmen wirklich helfen, ohne unnötig zu töten oder das ökologische Gleichgewicht zu stören.
Für akute Probleme mit vielen Schadschnecken findest Du hier außerdem eine Übersicht mit wirksamen Mitteln gegen Schnecken:
Mehr Infos: Wirksame Mittel gegen Schnecken
Inhaltsverzeichnis
- 1 Nützliche Schnecken im Garten
- 2 Schnecken als natürliche Gegenspieler anderer Schnecken
- 3 Tigerschnegel gezielt schützen!
- 4 Schadschnecken im Garten
- 5 Nicht jede Nacktschnecke ist schädlich
- 6 Was tun gegen Schadschnecken im Garten?
- 7 Sofortmaßnahmen gegen Schadschnecken
- 8 Absammeln und umsiedeln
- 9 Lebendfallen und Ablenkfütterung
- 10 Beete trocken halten
- 11 Natürliche Feinde der Schnecken fördern
- 12 Boden verbessern und Verstecke verringern
- 13 Schneckenzaun als langfristiger Schutz
- 14 Weitere friedliche Mittel gegen Schnecken
- 15 Welche Strategie ist am besten?
- 16 Fazit: Schnecken verstehen statt nur bekämpfen
- 17 Quellen
Nützliche Schnecken im Garten
Die meisten Schnecken sind keine Feinde des Gartens. Viele Arten erfüllen sogar wichtige Aufgaben im natürlichen Kreislauf.
Ähnlich wie Regenwürmer, Asseln, Ameisen und andere kleine Helfer verwerten sie organisches Material. Sie fressen welke Blätter, abgestorbene Pflanzenteile, Pilze, Algen, Aas und andere Reste, die im Garten liegen bleiben.
Dadurch tragen sie dazu bei, organisches Material zu zersetzen. Ihre Ausscheidungen gelangen wieder in den Boden und helfen bei der Humusbildung. Auf diese Weise werden Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt.
Schnecken sind also nicht einfach nur „Schädlinge“. Viele von ihnen sind kleine Aufräumer und Kompostarbeiter.

Auch an Stellen, an denen man es vielleicht nicht erwartet, können Schnecken nützlich sein. Einige Schnecken fressen Grünbelag, Algen und feine organische Ablagerungen von Steinen, Mauern, Blumentöpfen, Holz, Wegen, Terrassenplatten oder anderen feuchten Oberflächen.
Gerade nachts kann man manchmal beobachten, wie Schnecken langsam über Steine, Mauern oder Terrassen ziehen und dort an grünen Belägen raspeln.
Natürlich ersetzen Schnecken keine gründliche Reinigung. Sie verhindern auch nicht jeden Algenbelag. Doch dieses Verhalten zeigt sehr schön, dass Schnecken nicht nur frische Pflanzen fressen. Viele Arten leben von dem, was ohnehin im Garten anfällt.

Einige Schnecken fressen außerdem Kot von Katzen, Hunden, Igeln, Vögeln oder anderen tierischen Gartenbesuchern. Auch das gehört zu ihrer Rolle als Verwerter organischer Stoffe.
Aus hygienischen Gründen sollte man Tierkot an Wegen, auf Rasenflächen oder in Beeten trotzdem entfernen. Besonders Hunde- und Katzenkot können Krankheitserreger oder Parasiten enthalten. Ökologisch betrachtet zeigt dieses Verhalten aber erneut: Schnecken helfen, organische Reste abzubauen und Nährstoffe wieder in den Kreislauf zurückzuführen.
Deshalb ist es unklug, alle Schnecken unterschiedslos mit Gift zu töten. Wer alle Schnecken vernichtet, trifft auch harmlose und nützliche Arten. Außerdem werden dadurch natürliche Gegenspieler geschädigt, die langfristig helfen könnten, eine Schneckenplage zu verhindern.
Mehr über die Risiken von Schneckenkorn findest Du hier:
Mehr Infos: Gefahren von Schneckenkorn

Schnecken als natürliche Gegenspieler anderer Schnecken
Nützlich sind viele Schnecken auch deshalb, weil sie dabei helfen können, problematische Schneckenarten im Zaum zu halten.
Einige Schnecken fressen die Eier anderer Schnecken. Manche fressen auch Jungschnecken oder geschwächte Tiere. Dieses Verhalten kann dazu beitragen, dass sich Schadschnecken nicht ungehindert vermehren.
Gerade in naturnahen Gärten entsteht dadurch ein Gleichgewicht. Es gibt dann nicht nur Schnecken, sondern auch Tiere, die Schnecken oder Schneckeneier fressen. Je vielfältiger der Garten ist, desto geringer ist die Gefahr, dass sich eine einzelne Art massenhaft ausbreitet.

Tigerschnegel gezielt schützen!
Besonders bekannt ist der Tigerschnegel. Er wird auch Tigerschnecke genannt, obwohl er biologisch zu den Schnegeln gehört.
Tigerschnegel sind nützlich, weil sie nicht nur abgestorbene Pflanzenreste und Pilze fressen. Sie können auch die Eier anderer Schnecken fressen und im geschlechtsreifen Alter sogar andere Nacktschnecken jagen.
Deshalb gelten Tigerschnegel als natürliche Gegenspieler der Spanischen Wegschnecke.
Umso fataler ist es, wenn Tigerschnegel durch Schneckenkorn, Bierfallen oder andere tödliche Maßnahmen ebenfalls sterben. Dann trifft man nicht nur die Schnecken, die Schaden anrichten, sondern auch jene Tiere, die im Garten helfen könnten.
Wer die Feinde seiner Feinde tötet, öffnet einer neuen Plage oft erst recht die Tür.
Deshalb sollten Tigerschnegel unbedingt geschont und geschützt werden. Man erkennt sie meist an ihrem hellbraunen bis grauen Körper mit dunklen Flecken und Streifen. Sie wirken oft etwas „getigert“, daher der Name.
Damit Tigerschnegel sich im Garten wohlfühlen, brauchen sie feuchte, geschützte Rückzugsorte. Hilfreich sind zum Beispiel:
- Totholzecken
- Steinhaufen
- Laub unter Hecken
- wilde Ecken
- Rindenstücke
- schattige, feuchte Bereiche
- giftfreie Gärten
Wer Tigerschnegel sieht, sollte sie daher nicht absammeln und nicht bekämpfen.
Mehr Infos: Tigerschnegel im Garten
Schadschnecken im Garten
Natürlich gibt es auch Schnecken, die im Garten große Schäden verursachen können.
Zu den wichtigsten Schadschnecken gehören vor allem die Spanische Wegschnecke und die Genetzte Ackerschnecke.
Die Spanische Wegschnecke ist heute in vielen Gärten einer der Hauptschädlinge. Wenn die Bedingungen günstig sind, kann sie sich stark vermehren. Dann werden Salate, Jungpflanzen, Kräuter, Gemüse und viele Blumen innerhalb kurzer Zeit angefressen oder ganz vernichtet.
Manche Gärtnerinnen und Gärtner verzweifeln daran und geben den Anbau bestimmter Pflanzen irgendwann auf. Doch so weit muss es nicht kommen.
Es gibt viele friedliche und wirksame Methoden, um Schneckenschäden einzudämmen und trotzdem gute Erträge zu bekommen.

Spanische Wegschnecken und Ackerschnecken sind sogenannte Kulturfolger. Das bedeutet: Sie leben gern in der Nähe des Menschen und finden in Gärten oft besonders gute Bedingungen.
Dort gibt es Verstecke, feuchte Bereiche, Kompost, Mulch, dicht bewachsene Beete und viele zarte Kulturpflanzen. Wenn dann noch natürliche Feinde fehlen, können sich Schadschnecken stark vermehren.
Oft schaffen Gärtnerinnen und Gärtner diese günstigen Bedingungen, ohne es zu merken.
Zum Beispiel können Insektizide dazu führen, dass viele natürliche Feinde der Schnecken sterben oder den Garten verlassen. Auch Bierfallen oder stark riechende Lockstoffe können Schnecken aus der Umgebung anziehen und das Problem verschärfen.
Deshalb ist es wichtig, nicht nur einzelne Schnecken zu bekämpfen, sondern die Ursachen einer Schneckenplage zu verstehen.
Mehr Infos: Ursachen von Schneckenplagen
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Nicht jede Nacktschnecke ist schädlich
Auch bei Nacktschnecken lohnt es sich, genau hinzusehen.
Nicht jede Nacktschnecke richtet Schaden an. Manche Arten leben vor allem von Pilzen, Algen, abgestorbenem Pflanzenmaterial oder anderen organischen Resten.
Ein Beispiel ist der seltene Blauschnegel. Er ist kein typischer Gartenschädling und sollte nicht bekämpft werden.

Deshalb gilt: Nicht jede Schnecke, die keinen Panzer trägt, ist automatisch eine Schadschnecke.
Besonders vorsichtig sollte man bei seltenen oder auffällig gefärbten Schnecken sein. Sie können wichtige Aufgaben im Garten erfüllen und sollten möglichst in Ruhe gelassen werden.
Was tun gegen Schadschnecken im Garten?
Wenn Schnecken im Garten großen Schaden anrichten, muss man nicht tatenlos zusehen.
Es ist möglich, empfindliche Pflanzen gezielt zu schützen und den Schadschnecken das Leben schwerer zu machen, ohne den ganzen Garten zu vergiften.
Grundsätzlich gibt es zwei Wege:
- Sofortmaßnahmen, wenn bereits akute Gefahr besteht.
- Vorbeugende Maßnahmen, die langfristig für ein besseres Gleichgewicht sorgen.
Beides lässt sich gut miteinander verbinden.
Sofortmaßnahmen gegen Schadschnecken
Sofortmaßnahmen sind immer dann wichtig, wenn junge Pflanzen akut gefährdet sind.
Das gilt besonders im Frühjahr, wenn frisch gesetzte Jungpflanzen, Keimlinge, Dahlien, Salate, Bohnen, Kürbisse oder andere empfindliche Pflanzen über Nacht stark angefressen werden können.
Dann sollte man schnell handeln.
Eine der wirksamsten Sofortmaßnahmen ist ein Schneckenzaun. Ein gut aufgebauter Schneckenzaun verhindert, dass Nacktschnecken in ein Beet einwandern können.
Er ist nicht ganz billig, wirkt aber sofort und ist besonders im Gemüsegarten eine lohnende Anschaffung.
Mehr Infos: Schneckenzaun im Test
Auch Schneckenkragen, Schutzringe oder Anzuchtglocken können einzelne Pflanzen sehr gut schützen. Sie sind besonders nützlich bei Jungpflanzen, die nur einige Wochen Schutz brauchen, bis sie kräftiger sind.
Mehr Infos: Schneckenkragen im Test
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Absammeln und umsiedeln
Wenn viele Schadschnecken unterwegs sind, hilft zusätzlich das Absammeln.
Dabei sollten vor allem die roten und braunen Nacktschnecken gesammelt werden, also die Arten, die erfahrungsgemäß große Schäden anrichten.
Nützliche Arten wie Tigerschnegel, Weinbergschnecken, Bänderschnecken oder seltene Schnegel sollten dagegen nicht bekämpft werden.
Am besten sammelt man Schnecken abends, nachts oder früh am Morgen. Dann sind sie besonders aktiv. Nach Regenfällen lohnt sich das Absammeln ebenfalls.
Die gesammelten Schnecken sollten mindestens einen Kilometer, besser zwei Kilometer weit weggebracht werden. Noch sicherer ist es, sie auf die andere Seite eines Flusses zu bringen. So ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie oder ihre Nachkommen wieder zurückfinden.
Wichtig ist es dabei, vorher zu prüfen, ob diese Schnecken dort, wo man sie aussetzt, schon vorkommen.
Denn man möchte verhindern, sie in neue Gebiete einzuschleppen.
Wer Schnecken tötet, sollte tote Schnecken nicht offen liegen lassen. Der Verwesungsgeruch wirkt stark anziehend auf andere Schnecken und kann ähnlich wie Bier zusätzliche Schnecken anlocken.
Besser ist es deshalb, auf tödliche Maßnahmen möglichst zu verzichten und mit Barrieren, Absammeln und Vorbeugung zu arbeiten.
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Lebendfallen und Ablenkfütterung
Schnecken lassen sich auch mit Futter von gefährdeten Pflanzen ablenken.
Eingeweichte Haferflocken, altes Weißbrot oder andere attraktive Futterstellen werden von vielen Nacktschnecken gern angenommen. Wenn solche Köder gezielt in Lebendfallen liegen, kann man die Schnecken dort sammeln und anschließend umsiedeln.
Wichtig ist dabei: Lockfutter sollte nicht einfach überall im Garten verteilt werden. Sonst kann es zusätzliche Schnecken anziehen oder die Tiere im Beet halten.
Am sinnvollsten ist es, Lockfutter nur gezielt in Fallen oder an Sammelstellen einzusetzen.
Mehr Infos: Schneckenfallen stellen
Beete trocken halten
Eine wichtige Sofort- und Vorbeugemaßnahme ist es, die Beete möglichst trocken zu halten.
Schnecken lieben Feuchtigkeit. Wenn Beete abends noch nass sind, können sie sich leichter fortbewegen und finden ideale Bedingungen.
Deshalb ist es besser, morgens zu gießen statt abends. Dann können die Pflanzen das Wasser aufnehmen, und die Bodenoberfläche trocknet bis zum Abend wieder etwas ab.
Hilfreich sind außerdem gezielte Bewässerungssysteme, zum Beispiel Tropfbewässerung oder unterirdische Bewässerung. Sie bringen Wasser direkt an die Pflanzenwurzeln, ohne die gesamte Oberfläche dauerhaft feucht zu halten.
Das spart Wasser, erleichtert die Gartenarbeit und macht den Garten für Schnecken weniger einladend.
Natürliche Feinde der Schnecken fördern
Langfristig ist es besonders wichtig, natürliche Feinde der Schnecken in den Garten zu locken.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Igel
- Kröten
- Frösche
- Vögel
- Laufkäfer
- Glühwürmchen
- Hundertfüßer
- Spitzmäuse
- Blindschleichen
- Tigerschnegel

Diese Tiere helfen nicht immer gegen ausgewachsene Spanische Wegschnecken. Viele fressen aber Eier, Jungschnecken oder kleinere Schneckenarten. Genau das ist wichtig, denn eine Schneckenplage beginnt oft lange bevor die großen Nacktschnecken sichtbar werden.
Damit sich natürliche Feinde ansiedeln, braucht der Garten verschiedene Lebensräume.
Hilfreich sind zum Beispiel:
- wilde Ecken
- Laubhaufen
- Totholz
- Benjeshecken
- Natursteinmauern
- kleine Teiche
- ungemähte Bereiche
- heimische Sträucher
- giftfreie Beete
- Nistkästen
- Insektenhotels
Je vielfältiger ein Garten ist, desto stabiler wird sein ökologisches Gleichgewicht.
Wenn viele unterschiedliche Tiere im Garten leben, ist die Gefahr geringer, dass sich eine einzelne Art dauerhaft zur Plage entwickelt.
Mehr Infos: Natürliche Feinde von Schnecken ansiedeln
Mehr Infos: Igel gegen Schnecken
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Mehr Infos: Insektenfreundlicher Garten
Mehr Infos: Nistkästen für Vögel
Boden verbessern und Verstecke verringern
Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle.
Schnecken mögen grobe, klumpige, feuchte Böden mit vielen Hohlräumen. Dort können sie sich tagsüber verstecken und ihre Eier geschützt ablegen.
Feinkrümelige, lockere Erde ist für Schnecken weniger attraktiv. Sie bietet weniger Verstecke und trocknet an der Oberfläche schneller ab.
Schwere Lehmböden können durch feinen Kompost und Sand verbessert werden. Dadurch wird der Boden krümeliger, luftiger und für Schnecken weniger angenehm.
Wichtig ist auch, die Beete regelmäßig zu kontrollieren. Bretter, große Steine, dichte Mulchschichten, herumliegende Töpfe oder Unkrautpolster können tagsüber als Verstecke dienen.
Das bedeutet nicht, dass ein Garten ordentlich und steril sein muss. Wilde Ecken sind für viele Tiere wichtig. Aber direkt an empfindlichen Beeten kann es helfen, Schneckenverstecke zu reduzieren.
Schneckenzaun als langfristiger Schutz
Wer dauerhaft Ruhe in einem Gemüsebeet haben möchte, kann einen festen Schneckenzaun installieren.
Ein Schneckenzaun ist besonders wirksam, wenn er korrekt aufgebaut wird und keine Pflanzen über den Rand hängen. Denn über Blätter, Gräser oder angrenzende Gegenstände können Schnecken sonst trotzdem ins Beet gelangen.
Ein Starterset ist eine gute Möglichkeit, die Methode zunächst auf kleiner Fläche auszuprobieren. Schon ein geschütztes Beet von wenigen Quadratmetern kann reichen, um empfindliche Pflanzen sicher anzubauen.
Wenn der Schneckenzaun gut funktioniert, lässt er sich später erweitern. Je größer die eingezäunte Fläche wird, desto günstiger wird oft der Preis pro Quadratmeter.
Mehr Infos: Schneckenzäune im Vergleich
Weitere friedliche Mittel gegen Schnecken
Neben Schneckenzaun, Schneckenkragen, Absammeln und Fressfeinden gibt es viele weitere Mittel, die gegen Schnecken empfohlen werden.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Kupferband
- Schafwolle
- Kaffeesatz
- Sägemehl
- Lebermoos
- Kalk
- Asche
- Steinmehl
- Eierschalen
- Schneckenfallen
- Schnexagon
- elektrische Schneckenzäune
- Laufenten
- Nematoden
Nicht alle Mittel wirken zuverlässig. Viele Hausmittel helfen nur unter bestimmten Bedingungen oder verlieren bei Regen schnell ihre Wirkung. Einige Mittel sind kaum wirksam, andere können im Einzelfall nützlich sein.
Deshalb ist es sinnvoll, die einzelnen Methoden genau zu prüfen und nicht blind jedem Gartentipp zu vertrauen.
Die meisten Hausmittel haben sich leider als wenig oder gar nicht wirksam herausgestellt. Einige können unter passenden Bedingungen aber eine gute Ergänzung sein, vor allem dort, wo man auf Schneckenkorn verzichten möchte.
Mehr Infos: Schneckenabwehrmittel im Test
Mehr Infos: Schafwolle gegen Schnecken
Mehr Infos: Kupfer gegen Schnecken
Welche Strategie ist am besten?
Die beste Strategie gegen Schnecken besteht selten aus einer einzigen Maßnahme.
Am wirksamsten ist eine Kombination aus mehreren Schritten:
- Schadschnecken erkennen.
- Nützliche Schnecken schützen.
- Gefährdete Pflanzen mit Barrieren sichern.
- Akut absammeln und umsiedeln.
- Beete möglichst trocken halten.
- Natürliche Feinde fördern.
- Langfristig auf robuste Pflanzen und geschützte Beete setzen.
So entsteht ein Garten, in dem Schnecken ihren Platz haben dürfen, ohne dass sie alles zerstören.
Das Ziel ist nicht, alle Schnecken auszurotten. Das Ziel ist ein Gleichgewicht.
Denn Schnecken gehören zum Garten. Sie sind Nahrung für viele Tiere, sie helfen beim Abbau organischer Stoffe, sie fressen Algen und Grünbeläge, sie verwerten Kot und Aas, und einige Arten helfen sogar dabei, andere Schnecken zu regulieren.
Problematisch wird es erst, wenn wenige Schadschneckenarten überhandnehmen.
Dann braucht es gezielte, friedliche und wirksame Maßnahmen.
Fazit: Schnecken verstehen statt nur bekämpfen
Schnecken im Garten sind nicht einfach gut oder schlecht.
Einige richten Schaden an. Andere sind nützlich. Viele erfüllen wichtige Aufgaben im natürlichen Kreislauf.
Wer Schnecken im Garten besser versteht, kann viel gezielter handeln. Statt wahllos Gift zu streuen oder alle Schnecken zu töten, ist es sinnvoller, die schädlichen Arten zu begrenzen und die nützlichen Tiere zu schützen.
So wird der Garten nicht nur schneckenärmer, sondern auch lebendiger, gesünder und widerstandsfähiger.
Mit einem klugen Zusammenspiel aus Schneckenschutz, Absammeln, Barrieren, trockener Beetführung, natürlichen Feinden und naturnahen Lebensräumen lässt sich auch mit Schnecken gut gärtnern.
Frieden mit Schnecken bedeutet nicht, den Schaden hinzunehmen.
Es bedeutet, achtsam zu unterscheiden, wo Schutz nötig ist – und wo Schnecken einfach dazugehören.
Quellen
Weichtiere.at – Informationen über Schnecken und andere Weichtiere, zusammengestellt von Robert Nordsieck.
Nabu.de – Wissenswertes über Schnecken, Muscheln und Co.
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In der Anzuchtphase können auch Pflanzenhüte und Anzuchtglocken Schnecken und andere Fraßfeinde effektiv abwehren.
Langfristig ist es außerdem wichtig, möglichst viele natürliche Feinde der Schnecken anzusiedeln und resistente Pflanzen zu kultivieren.
Schneckenplage vorbeugen:
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::: Kräuter und Gemüse, die Schnecken ungern fressen. :::
::: Natürliche Feinde von Schnecken ansiedeln. :::
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| Was hilft gegen Schnecken im Garten? | Schneckenabwehr: Verschiedene Mittel im Test |
Wirksame Methoden im Fokus
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::: Blumen- und Gemüsebeete absichern: mit Schneckenzaun und Schneckenkragen. :::
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