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Wie man noch mehr Fressfeinde von Nacktsschnecken im Garten ansiedeln kann

Fressfeinde von Nacktschnecken im Garten ansiedeln. Was kann man tun?

Zu einer Schneckenplage kann es nur dann kommen, wenn die Schnecken nicht genügend Feinde haben. Die Plage ist ein Ausdruck dafür, dass das ökologische Gleichgewicht gestört ist. Die Schnecken können sich explosionsartig vermehren, da ihre Eier und Jungtiere kaum durch natürliche Feinde bedroht sind.

Schneckenplage durch Artenvielfalt vorbeugen

Manchmal wird behauptet, dass die Spanische Wegschnecke sehr bitter schmecke und daher viele Tieren sie als Nahrung verschmähen würden. Doch dieser Glaube ist genauso widerlegt wie die Annahme, dass Schnecken aus Spanien stammen. Denn neue Genuntersuchungen haben gezeigt, dass auch die Spanischen Wegschnecken aus Zentraleuropa stammen und eng verwandt sind mit den gewöhnlichen roten und schwarzen Wegschnecken.

Also die Spanische Wegschnecke ist nicht fremd und hat auch in unseren Breiten viele natürliche Fressfeinde. Doch aus verschiedenen Gründen sind diese Feinde aus den Gärten verschwunden. Die Ursachen der Schneckenplage.

Allerdings es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen um die Schneckenfresser wieder in den Garten zu locken.

Die Fressfeinde der Schnecken wieder in den Garten zurückholen:

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 Igel ansiedelnVögel ansiedelnAmphibien ansiedeln

Besonders fleißige Scheckenjäger sind auch viele Insektenarten, die heute vom Aussterben bedroht und vielerorts bereits ausgestorben sind. Doch auch Igel, Kröten, Blindschleichen, Eidechsen und Vögel sind natürliche Feinde der Schnecken. Auch diese Tiere leiden unter dem Insektensterben, das seit der Einführung chemischer Pflanzenschutzmittel immer verheerendere Ausmaße annimmt.

Diese Entwicklung ist alarmierend und es gilt jetzt entschieden gegenzusteuern. Denn jeder Garten kann zu einer kleinen Arche für die bedrohte Tiere und Pflanzen werden. Der Artenschutz im Garten hilft nicht nur den Tieren, sondern auch der Gärtnerin und dem Gärtner. Eine hohe Artenvielfalt (Biodiversität) verhindert nämlich die ungestörte Ausbreitung von Schädlingen.

Wenn man es also schafft wieder mehr Käfer, Hornfliegen, Hundertfüßer, Kröten, Molche, Lurche, Eidechsen, Tigerschnegel, Weinbergschnecken und Vögel im Garten anzuseideln, wird die Schneckenplage bereits im Keim erstickt werden. Je mehr Arten im Garten leben, desto geringer ist die Gefahr von einer Schädlingsplage heimgesucht zu werden.

Mehr Informationen über Insekten, die Schnecken fressen hier: Insektenfreundlicher Garten

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Es gibt viele Mittel und Wege um die Artenvielfalt zu erhöhen. Dies sind nur einige:

  • Möglichst viele einheimische Pflanzen und Gehölze anbieten
  • Wilde Ecken im Garten anlegen, die sich selbst überlassen werden
  • Einen Gartenteiche anlegen mit reicher Uferbepflanzung
  • Einen Steinhaufen mit vielen Hohlräumen aufschichten
  • Eine Trockensteinmauer an einer sonnigen Stelle aufbauen
  • Reisig- und Laubhaufen in ungestörten stillen Winkeln
  • Blühende Hecken aus einheimischen Pflanzen oder eine Benjeshecke anlegen
  • Beleuchtung des Gartens minimieren – wenn dann nur noch LED
  • Im Herbst die Beete nicht aufräumen und Pflanzenstengel stehen lassen
  • Totholz stehen lassen und verschiedene Hölzer auslegen
  • Wenn möglich nicht umgraben und Boden nur oberflächlich bearbeiten und tiefenlockern
  • Kleine offene Sandflächen anbieten
  • Den Rasen möglichst umweltschonend und selten mähen
  • Auf chemischen Pflanzenschutz verzichten

KleeblüteNoch mehr einheimische Pflanzen

Eine Grundlage für das Leben im Garten sind die Pflanzen, denn sie stehen ganz unten in der Nahrungskette. Viele Insekten sind auf ganz bestimmte Pflanzen angewiesen um überleben zu können. Daher ist es wichtig möglichst viele verschiedene einheimische Pflanzen im Garten zu haben.

Mit ihren Blüten und Säften ernähren die Kräuter und Blumen nämlich die Insekten, die wiederum für fast alle größeren Tiere eine Nahrungsquelle sind. Daher ist es auch so wichtig die Pflanzen zur Blüte kommen zu lassen und das ganze Jahr hindurch ein möglichst breites Angebot ein blühenden Pflanzen anzubieten.

Wilde Ecken

Ein zu aufgeräumter Garten ist für viele Tiere ein Nachteil, da darin nur wenig Nahrung finden und auch Plätze zum Leben und Verstecken fehlen. Daher ist es eine große Hilfe einige Orte im Garten sich selbst zu überlassen und eine gewisse Unordnung zuzulassen. Diese Stellen müssen nicht groß sein. Schon mit einem kleinen Ast- oder Steinhaufen macht man vielen Tieren eine Freude. Wichtig ist dabei, diese Flecken wirklich ungestört zu lassen, dann fühlen sich die Bewohner am wohlsten.

Zwei Kröten im GartenteichGartenteich

Die meisten Tiere sind auf eine Wasserstelle angewiesen um überleben zu können. Daher ist ein Gartenteich immer eine große Hilfe dabei die Artenvielfalt noch weiter zu erhöhen. Ein Teich bietet nämlich nicht nur vielen Tieren Raum zu leben, sondern auch viele Pflanzen brauchen diesen Lebensraum und wer einen Teich anlegt, kann am Ufer wiederum viele einheimische wasserliebende Pflanzen ansiedeln.

Möchte man mit dem Teich noch mehr direkte Feinde der Nacktschnecken ansiedeln, empfiehlt sich allerdings auf Fische zu verzichten, da diese sonst die schneckenfressenden Amphibien und deren Laich vertilgen. Als Ausweg könnte man auch zwei Teiche anlegen, so dass alle Tiere ihren Platz haben.

Steinhaufen

Ein kleiner Haufen mit Steinen, in dem sich viele Hohlräume finden, ist für viele Tiere das perfekte Zuhause. Wenn man einen professionellen Steinhaufen anlegen möchte, dann gräbt man an einer sonnigen Stelle eine kleine rund 30cm tiefe Mulde, in die man Sand und Kies füllt. Darauf schichtet man nun große und kleine Steine in einer Weise, dass möglichst viele Zwischenräume entstehen. Wenn man dann noch die schattige Seite mit Sand abdeckt, können viele Tiere hier wohnen und den Winter verbringen.

Insektenhotel Insektenhaus aus aufgeschichteten und gestapelten Baumstämmen, Ziegeln und SteinenTrockensteinmauer

Auch eine Steinmauer die sich in der Sonne aufheizt und über viele Ritzen und Hohlräume verfügt, bietet unzähligen kleinen und großen Lebenwesen eine Heimstätte. Der Aufbau der Mauern erfordert jedoch ein wenig Erfahrung. Sonst fällt sie schnell wieder in sich zusammen. Meist braucht man ein Fundament und ein gutes Geschick beim Aufschichten. Es ist ratsam sich vorher gut zu informieren.

Reisighaufen

Ein Haufen aus Zweigen und Ästen ist leicht aufgestapelt und ein Eldorado für die Tierwelt. Daher ist die Sitte den Astschnitt im Herbst oder Frühjahr zu schreddern und aus dem Garten zu entfernen, eine Unsitte, was den Artenschutz anbelangt. Es führt zwar dazu das der Garten aufgeräumt wirkt, wenn man die Gartenabfälle auf diese Weise entsorgt.

Doch es ist ratsam zumindest einen Teil im Garten zu belassen und damit vielen Tieren eine Nische zum Leben und zum Überwintern anzubieten. Wird der Haufen dann noch mit dem Laub abgedeckt fühlt sich darin nicht nur der Igel pudelwohl, sondern auch viele Insekten werden sich einfinden.

Steinmauer Hecke als Rückzugsraum für viele TiereHecken

Eine Hecke aus blühenden einheimischen Pflanzen und Gehölzen ist eine Quelle des Lebens und aus diesem Grund ein Geschenk für jeden Garten. Dadurch dass in eine Hecke nur sehr selten eingegriffen wird können hier viele Arten in Ruhe ungestört leben und sich vermehren.

Wenn die Hecke dann auch noch blüht, ernährt sie zudem viele Tiere und erhöht die Attraktivität des gesamten Gartens noch einmal um einiges. Außerdem lieben Vögel und viele andere Tiere auch sogenannte Benjeshecken (Totholzhecken), da sie dort Nahrung und sicheren Unterschlupf finden. Dafür werden Äste und Zweige zu einer Art Hecke länglich aufgestapelt und mit Pfosten in Form gehalten.

LEDs oder besser kein Licht

Die meisten nachtaktiven Insekten sind sehr empfindlich in Bezug auf künstliche Lichtquellen. Besonders kurzwelliges blaues Licht zieht sie magisch an und Lampen werden dadurch oft zu Todesfalle für Nachtfalter und Fliegen aller Art. Daher ist es hilfreich möglichst warm weiße LED-Leuchtmittel zu verwenden, da diese kein UV – Licht und nur wenig Blauanteile abstrahlen.

Grundsätzlich ist es am besten, wenn man auf nächtliche Beleuchtung des Gartens verzichtet. Bewegungsmelder und andere Lichtquellen, auf die man nicht missen möchte, sollten so angebracht und eingestellt sein, dass sie die Tiere nicht in eine Falle locken können. Sattdessen kann man ihnen helfen und ein Insektenhotel anbieten

Trockene Pflanzenblüte bieten vielen Insekten einen LebensraumWeniger aufräumen und Beete im Herbst liegen lassen

Es kann nicht oft genug gesagt werden, dass eine Großzahl von Insekten auf die toten Pflanzenreste angewiesen ist um darin oder darunter zu überwintern. Daher ist es besonders wichtig im Herbst nicht alles von den Beeten abzuräumen, sondern möglichst viel einfach liegen zu lassen. Damit tut man der Natur einen großen Gefallen.

Zum Beispiel Pflanzenstengel oder ausgesamte Blütenstände sind für viele Tiere eine Lebensnotwenigkeit. Die Beete können auch erst im Frühjahr aufgeräumt werden, wenn der Winter vorüber ist. Dies mag vielleicht manch ästhetisches Empfinden stören, doch es ist eine einfach Maßnahme und die Natur wird es einem danken.

Totholz ist für Käfer eine Notwendigkeit um überleben zu könnenTotholz

Ein toter Baumstamm ist für viele Tiere eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Deshalb ist es besonders nützlich an einigen Stellen im Garten dieses sogenannte Totholz anzubieten. Das ist einfach und macht keine große Mühe, doch damit schafft man ein kleines Biotop, das für viele Insekten lebensnotwendig ist. Besonders gut ist es, wenn man möglichst verschiedene Hölzer anbieten kann und es gilt hier auch je größer die Holzstücke sind desto mehr besser.

Weniger Umgraben

Der Boden an sich ist auch ein Lebensraum für viele Tiere. Insekten verpuppen sich im Erdinnern und leben dort manchmal mehrere Jahre bevor sie als Käfer die Erdoberfläche betreten. Daher ist es wichtig diesen Lebensraum nicht unnötig zu stören. Gerade das Umgraben hat, schadet daher vielen Bodenbewohnern. Also wenn man darauf verzichten kann, dann sollte man das auch tun.

Das Problem ist nämlich, dass beim Umgraben die Erdschichten durcheinander gebracht werden. Dies kann man vermeiden, wenn man nur die obere Schicht durcharbeitet. Mit entsprechenden Werkzeugen können dann die tieferen Schichten gelockert werden.

Offene Sandflächen

Es gibt einige Tiere, die eine offene Sandfläche benötigen. Zum Beispiel Wespen oder Solitätbienen brauchen diese Stellen um sich Baumaterial für ihre Nester zu besorgen. Gut ist es, wenn im Nahbereich auch noch eine Wasserquelle zu Verfügung steht, dann können sich die Tiere eine Art Mörtel selber herstellen, mit dem sie zum Beispiel Pflanzenstengel verschießen können.

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Das leibste Hobby vieler Gärnter – so denke ich manchmal – ist das Rasenmähen. Es sieht einfach so schön aus, wenn der Rasen frisch gemäht ist und es riecht auch noch so gut. Doch damit schadet man leider auch vielen Tieren. Denn dadurch verhindert man oft das Blühen von Klee und anderen Pflanzen und Gräsern, die für viele Tiere eine Nahrungsquelle sind. Noch dazu fallen dem Rasenmäher auch immer viele Tiere direkt zu Opfer, wenn sie sich nicht schnell genug in Sicherheit gebracht haben.

Es ist wichtig an gewissen Stellen den Rasen kurz zu halten. Zum Beispiel neben den Gemüsebeeten, da sich dort sonst die Schnecken tagsüber verstecken, bevor sie nachts über das Gemüse herfallen. Doch an anderen Stellen im Garten ist das nicht von Bedeutung. Dort ist es daher von Nutzen für viele Tiere – auch die Feinde der Schnecken – wenn man nicht so oft mäht und vielleicht nur zwei oder dreimal pro Jahr. Dann können die einheimischen Pflanzen blühen und vielen Tieren ein Leben ermöglichen. Gerade diese Art von Wiesen, auf denen nur zwei vielleicht dreimal pro Jahr Heu gemacht wird, bietet unzähligen Tieren Nahrung und einen perfekten Lebensraum.

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Es gibt nichts schlimmeres für die Artenvielfalt als die Umweltgifte, die vielerorts zum „Schutz“ der Pflanzen eingesetzt werden. Oft sind sich die Anwender gar nicht bewusst welchen großen Schaden sie anrichten, wenn sie ein „harmloses“ Insektizid einsetzen. Denn leider sind noch immer viele Mittel zugelassen, die unserer Tier und Pflanzenwelt in einem Maße schaden, das wir jetzt noch gar nicht bemessen können.

Durch den Einsatz von Giften, die sich in der Natur anreichern, sind schon jetzt unzählige Arten völlig ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Das ist an sich der wahre Grund für die Schneckenplage, mit der wir heute in vielen Gärten zu kämpfen haben. Dadurch dass viele Insekten ausgestorben sind, konnten sich die Schnecken so rasant vermehren und verbreiten.

Der Verlust der Arten lässt sich durch nichts wieder gut machen. Daher ist es von unschätzbaren Wert, wenn wir lernen auf diese Mittel im Garten völlig zu verzichten.

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Es gibt viele Mittel und Wege um den Garten wieder zu einem artenreichen Lebensraum zu machen. Die oben genannten sind nur einige davon. Grundsätzlich ist es hilfreich ein bisschen weniger penibel aufzuräumen und gewisse Stellen anzubieten, die zu einem kleinen Biotop für viele Arten werden können.

Stein- und Reisighaufen, Gartenteich, Totholz und Trockenmauer können ihren Teil zum Artenschutz beitragen. Damit kann die Natur sich wieder langsam erholen und natürliche Gleichgewichte können sich wieder einstellen. Denn finden die Feinde der Nacktschnecken wieder genügend Nischen im Garten, in denen sie sich ansiedeln können, wird die Schneckenpopulation auf natürlichem Wege klein gehalten und eine Plage im Keim erstickt.

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